Ein Ortsporträt von Thomas Keck
aus der Sendung vom Samstag, 23.2.2008 | 18.05 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Seit 1969 ist die einstmals eigenständige Gemeinde Mötsch ein Stadtteil von Bitburg. Die Stadt Bitburg konnte sich über den Zuwachs freuen, denn die NATO-Airbase und die amerikanischen Kasernen von Bitburg lagen zum größten Teil auf Mötscher Gebiet. Der Fluglärm war ohnehin da, und die Einnahmen durch die Amerikaner waren beachtlich.

Inzwischen ist die militärische Luftfahrt hier fast Vergangenheit. Der Flugplatz hat nur noch einen NATO-Reservestatus und soll bald ganz der zivilen Luftfahrt gehören. Rund um den Flugplatz ist ein großes Gewerbegebiet mit zahlreichen Firmen entstanden. Militärisch geht es im ehemaligen Wasserturm von Mötsch zu. Dort trifft sich die Reservisten-Kameradschaft Bitburg. Einmal im Jahr führt sie einen großen Orientierungsmarsch durch, einen Wettbewerb, an dem rund 40 Mannschaften teilnehmen.

Auch ohne Wettbewerb kann man rund um Mötsch toll marschieren - oder wenigstens wandern. Ein Walking-Park führt durch den "Ahlert", den Bitburger Stadtwald, der auch zu Mötsch gehört, ebenso wie die Ahlbachmühle, eine Reithalle und einer der drei städtischen Kindergärten. Alles in allem könnte man durchaus fragen: Was wäre Bitburg ohne Mötsch?
Mötsch
Rathausplatz 3-4
54634 Bitburg
Tel: 06561/6001-0
Fax: 06561/6001-290
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | ca. 1000 (Stand: Februar 2007) |
| Gemeindeart: | Ehemaliges Bauerndorf, noch heute landwirtschaftlich geprägt, Stadtteil von Bitburg mit Gewerbebetrieben |
| Geschichte: | Erste schriftliche Erwähnung als "Mariciacum" in einer Schenkungsurkundes des Frankenkönig Pippin an das Benediktinerkloster Prüm. 842 hielt sich Kaiser Lothar I. auf einem Königshof in Mötsch auf. Durch den Besitz des "Ahlert", des Waldes westlich der Nims, im Mittelalter möglicherweise bedeutender als Bitburg. Urkundliche Belegungen als "Merx" und "Mertesche". Mit Luxemburg kam Mötsch 1714 an das Haus Österreich. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts haben drei große Brände das Dorf stark bescädigt. Durch den Bau des NATO-Flugplatzes 1950/51 hat sich die soziale und bauliche Struktur des Dorfes stark verändert. Am 6. Juni 1969 wurde die Gemeinde Mötsch im Rahmen einer Verwaltungsreform zu einem Stadtteil von Bitburg. |
| Tourismus: | Nordic-Walking- und Wanderwege, Gaststätten, Fitnessstudio, Stadtwald mit Ausflugsgaststätte "Albachmühle", Reitsportanlage, Flugplatz Bitburg |
| Vereine: | Turn- und Sportverein, Karnevalverein, Freiwillige Feuerwehr, Handwerkerverein, Kirchenchor... |
Letzte Änderung am: 13.02.2008, 10.25 Uhr