Ein Ortsporträt von Markus Bundt

Für manch einen hört das Nahetal hinter Idar-Oberstein auf. Doch wer den Fluss so kennen lernen will, wie er ursprünglich war, der muss ein bisschen weiter fahren,
bis nach Kronweiler. Früher haben die Menschen hier die Fische mit der Hand gefangen, so viele Tiere lebten im Fluss.
Die Zeiten sind vorbei, und doch holt der Angelsportverein so manchen großen Hecht aus den Fluten. Die Männer fischen aber nicht nur, auch die Pflegemaßnahmen gehören zu ihren Aufgaben als Pächter.

Im Gasthaus Helmes werden eher die Kegel "gejagt". Die Kegelvereinigung Kronweiler war in den sechziger Jahren eine der ersten im Land und ist bis heute mit ihrer Damen- und ihrer Herrenmannschaft recht erfolgreich.
Auch die alten Zeiten sind lebendig in Kronweiler. Die Trachtengruppe hat ihre Hunsrücker Trachten alle selbst genäht - und dabei so manches gelernt. Denn wer weiß heute schon noch, wie man eine Haube richtig stärkt.

Dass es in der Dorfchronik von Kronweiler kaum eine Lücke gibt, ist vor allem Christel Mohr zu verdanken. Die ehemalige Mitarbeiterin der Rhein-Zeitung hat in mühevoller Kleinarbeit alles zusammengetragen, was aus früherer Zeit erhalten geblieben ist, vor allem viele Fotos. Die zeigen auch den Bahnhof von Kronweiler. Der war früher natürlich viel größer, denn schließlich wurde von hier aus die gesamte Region mit Waren versorgt.
Aus der damaligen Zeit stammen noch die beiden imposanten Eisenbahnbrücken, die sozusagen als Wahrzeichen oberhalb und unterhalb von Kronweiler das Tal überspannen. Und so lange die Rhein-Nahe-Bahn hier hält, steht Kronweiler weiter unter Dampf.
Kronweiler
Schneewiesenstr. 21
55765 Birkenfeld
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Letzte Änderung am: 14.12.2006, 00.00 Uhr