Ein Ortsporträt von Gudrun Fünter
Sendung vom Samstag, 22.9.2007 | 18.05 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Freunde der sogenannten "Guten alten Zeit" sind gut beraten, einen Bogen um den kleinen Eifelort Rodder zu machen - ihr Weltbild könnte dort Schaden nehmen: Denn der Flecken mit seinen 287 Einwohnern gehörte noch vor 150 Jahren zu den drei ärmsten Dörfern im Kreis Adenau.

Heute ist Rodder ein allerliebster Ort, der aus der Not seiner abgeschiedenen Lage quasi hinter sieben Eifelbergen - darunter Hohe Acht, Aremberg und Hoffelder Kopf - eine Tugend gemacht hat. Die Geiseln der Vergangenheit - Pest, Feuersbrunst und Knochenarbeit auf kargen Böden - haben zwar ihre Spuren hinterlassen, die liebevoll erhalten werden. Eine der noch heute gelebte Traditionen hat ihren Ursprung schon in der Pestzeit im 17.Jahrhundert. Und die Junggesellen erinnern in ihrem Brauchtum noch heute an die napoleonischen Zeit.

Und doch ist Rodder heute ein attraktiver Lebensraum mit prächtigen Häusern, weitläufigen, gepflegten Gärten und hohem Wohn- und Erholungswert. Und nicht umsonst bringen Wanderführer immer wieder Wandergruppen nach Rodder, denn eine Bergkuppe des Dorfes, "Auf der Warthe", bietet einen einzigartigen Panoramablick.

Rodder
Kirchstr. 15
53518 Adenau
Tel: 02691/305-0
Fax: 02691/30518
| Einwohnerzahl: | 285 (Stand: August 2006) |
| Gemeindeart: | ländlich geprägte Wohngemeinde |
| Geschichte: | "Rodorus" wurde erstmalig im Jahr 975 urkundlich erwähnt |
| Tourismus: | Aussichtspunkt "Auf der Warthe", Gaststätte Eifelstube |
| Vereine: | Junggesellenverein , Feuerwehr, Landfrauen, Frauengemeinschaft zusammen mit Raifferscheid, Musikverein "Limbachtaler" gemeinsam mit Antweiler |
Letzte Änderung am: 19.10.2006, 00.00 Uhr