Ein Ortsporträt von Hermann Götz

Der Name Rhens hat dieselbe keltische Wurzel wie Rhein. Rhein und Rhens gehören einfach zusammen.
Weinberge, Wälder ringsum, prächtige Fachwerkhäuser im Zentrum, malerische Winkel und viele Relikte einer großen Vergangenheit. Umschlossen ist das Städtchen am Mittelrhein von einer Stadtmauer. Die Stadtrechte, die einst verloren gingen, sind wieder zuerkannt worden. Bestandteil dieser Befestigung ist der "Scharfe Turm", ehemals ein Zoll- und Spähturm, der in finsteren Zeiten auch als Gefängnis und Folterkammer für Frauen genutzt wurde, die man der Hexerei verdächtigte.

Besonders stolz sind die Rhenser auf den Königsstuhl, der die Bedeutung dieser alten Siedlung am Rhein besonders augenfällig macht. Es ist ein steinernes Monument, auf dem sich die Kurfürsten des Reiches zur Königswahl zusammensetzten. Hier bei Rhens trafen die Einflussbereiche von vier dieser mächtigen Männer zusammen, die Reiche des Pfalzgrafen und die der Bischöfe von Mainz, Trier und Köln.

Neben dem Wein gibt es in Rhens übrigens auch bedeutendes Wasser. Nicht das Rheinwasser, sondern das Rhenser Mineralwasser. Es hat das Städtchen auch bei denen bekannt gemacht, die sich für Geschichte nicht so sehr interessieren.
Am Viehtor 2
56321 Rhens
Tel.: 02628-9605-0
Fax: 02628-960524
| Einwohnerzahl: | 3025 (Stand: 30.12.2004) |
| Vereine: | |
| Touristische Angebote: | Königsstuhl, Hotel Königsstuhl Scharfer Turm, Rathaus, Dionysiuskirche, bekannter, großer Jugendzeltplatz |
| Geschichte: | Versammlungsort der deutschen Kurfürsten vor der Wahl eines neuen Königs. 874 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1984 erneute Verleihung der Stadtrechte. |
Letzte Änderung am: 19.07.2006, 00.00 Uhr