Ein Ortsporträt von Gudrun Fünter

Mehr als 500 Jahre war Altwied Stammsitz der Grafen zu Wied. Erst infolge der Gründung von Neuwied am Rhein 1653 gaben die Grafen die Burg im engen Wiedtal auf. Die mächtige Ruine überragt aber noch heute den von Wehrmauern umschlossene ältesten Teil von Altwied. Er ist nur durch die "ahl Porz", ein mittelalterliches Tor, zu betreten.

Verwinkelte Gassen, Wehrtürme, eine gotische Kirche und Fachwerkhäuser verleihen Altwied einen ganz besonderen Charme. Doch was wäre die Burg ohne den Altwieder Heimatverein? Seit 25 Jahren kümmert er sich um die Pflege des Gemäuers, bietet Burgführungen an, veranstaltet Burgfeste und einen Weihnachtsmarkt, der weit über das Wiedtal hinaus bekannt ist.
Seit einem Jahr bringt auch das "Zentrum für Osteopathie und Naturheilkunde" von Silke und Marcel Kenter Patienten aus ganz Deutschland nach Altwied. In der ehemalige Schule helfen die Osteopathen in einer ganzheitlichen Medizin Schwangeren und vor allem kranken Kindern.

Der kleinste Stadtteil von Neuwied hat sich übrigens längst über die Wehrmauern hinaus ausgedehnt. Leben in Altwied heißt vor allem für die vielen Flussanlieger: leben mit dem Wasser und auf dem Wasser. Man paddelt und schwimmt sogar im Fluss. Für die Altwieder Künstlerin Liane Lettau bringt die Wied sogar noch mehr: Inspiration für viele Bilder, die sich oft mit dem Element Wasser beschäftigen.
Altwied
Engerser Landstr. 17
56564 Neuwied
Tel: 02631/802-0
Fax: 02631/802323
Einwohnerzahl: | 730 (Stand: August 2005) |
Gemeindeart: | Wohngemeinde |
Geschichte: | 1125 wahrscheinlicher Beginn der Erbauung der Burg Altwied durch Mettfried, Graf im Engersgau |
Tourismus: | Burgruine Altwied , erster Stammsitz der Grafen zu Wied, nur auf Anmeldung beim Heimatverein zu besichtigen, |
Vereine: | z.B. Heimatverein e.V. mit Engagement für Burg Altwied |
Letzte Änderung am: 19.07.2006, 00.00 Uhr