Ein Ortsporträt von Lutz Näkel

Im Jahre 1053 wird Bandorf zum ersten Mal urkundlich erwähnt, aber schon viel früher haben hier Menschen gelebt: Römische Legionäre sollen sich schon im dritten Jahrhundert niedergelassen haben, das jedenfalls schließt man aus zahlreichen Bodenfunden.

Schon lange ist Bandorf keine selbstständige Gemeinde mehr, sondern ein Stadtteil von Remagen. Und trotzdem haben sich die Menschen hier eine große Eigenständigkeit bewahrt und beweisen ihren Zusammenhalt, etwa beim Bau des Dorfgemeinschaftshauses. Vierzig Prozent des Baus wurde in Eigenleistung von den Bandorfer Vereinen erstellt, allen voran dem St. Josefsverein, dessen 120 Mitglieder schon so einiges in Gang gebracht haben: Bachreinigungsaktionen etwa oder den Bau eines Bus-Halte-Häuschens.

In Bandorf gibt es weder Rathaus noch Schule oder Kirche, dafür einen Zehntturm aus dem Siebzehnten Jahrhundert, in dem die Ernteabgaben der Bauern, der so genannten Zehnte, gesammelt wurden.
Bandorf
Bachstr. 2
53424 Remagen
Tel: 02642/201-0
Fax: 02642/20127
Einwohnerzahl: | 794 (Stand: Januar 2006) |
Gemeindeart: | Wohngemeinde |
Geschichte: | Bandorf liegt inmitten von Wiesen und Äckern in einem Nebental des Rheins und wurde in einer Urkunde der Königin Richeza von Polen vom 7. September 1054 erstmals urkundlich erwähnt. Römische Funde weisen jedoch darauf hin, dass Bandorf schon wesentlich früher besiedelt war. Wahrzeichen Bandorfs ist der Zehntturm aus dem 17. Jahrhundert. |
Tourismus: | Der Burgturm des Zehnthofs stand vermutlich auf römischen Grundmauern. Im Burgturm wohnte einst die Familie des Ritters Reinoldus von Baggerdrop. Das historische Gebäude wurde 1973 aufwendig renoviert und bildet heute den geschichtlichen Mittelpunkt des Ortes. Gaststätte "Hegerhof" (auch Pferdepension) |
Vereine: | Backesvedrein, St. Josefs Verein, Fraueniniative, FC Bandorf, Dorfgemeinschaftshaus-Verein |
Letzte Änderung am: 15.06.2006, 00.00 Uhr