Ein Ortsporträt von Lutz Näkel

Roland Hille und Jochen Fritz vom Verkehrsverein Hardt wollen einen Bildkalender herausbringen, der die Geschichte ihrer Westerwaldgemeinde anhand alter Fotos lebendig machen soll. Hunderte von Lichtbildern haben sie zusammengetragen, jetzt suchen sie die besten für den Kalender aus. Die Bilder dokumentieren das Leben in Hardt über das gesamte Zwanzigste Jahrhundert hinweg. Und was man dort noch sehen kann, ist in der Realität oft schon verschwunden. Das Freibad im Nistertal etwa, oder die Freilichtbühne, die in den Dreißiger Jahren sogar Besucher aus dem Ruhrgebiet anzog.

Die alte Eisenbahnbrücke von 1911 steht dagegen noch, im Jahre ihrer Errichtung war sie die größte Betonbrücke Deutschlands. 1974 fuhr der letzte Zug über die Brücke.
Heute fahren in Hardt nur noch Eisenbahnzüge im Miniaturformat.

Herbert Martain hat auf dem Speicher seines alten Fachwerkhauses eine Modelleisenbahn aufgebaut. In diese vorbildgetreue Mini-Welt hat er auch zwei Bergwerke integriert. Kein Wunder, denn Martain ist von Beruf Bergbau-Ingenieur. Lange Jahre hat er im Goldbergbau Südafrikas gearbeitet, bevor es ihn in den Westerwald verschlug.
Hardt
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Letzte Änderung am: 04.05.2006, 00.00 Uhr