Ein Ortsporträt von Lutz Näkel

Auf den ersten Blick wirkt das 500-Einwohner-Dorf Seelbach wie eine ganz normale Gemeinde auf den Höhen des Taunus - von der Landwirtschaft geprägt, mit einigen schmucken alten Fachwerkhäusern und einem Neubaugebiet. Dass sich die Gemeinde weit ins Tal der Lahn ausbreitet, ahnt kaum jemand. Dabei ist Seelbach der größte Lahnanrainer in unserem Land: Am linken Flussufer erstreckt sich die Gemarkung von dem Örtchen Kalkofen, bekannt aus den Wasserstandsmeldungen, bis hin zum Gebiet von Nassau.

Mittendrin ein Juwel romanischer Baukunst: Das Kloster Arnstein, seit 1139 im Besitz des Prämonstratenser-Ordens. Das Kloster ist auch heute noch Ziel von Pilgern.
Früher gingen die Seelbacher Kinder hier auch zur Schule. Der Verbindungsweg nach Seelbach führte durch das "Jammertal", das seinen Namen durch ein tragisches Ereignis erhielt: Eine Gruppe Schulkinder geriet an einem Winterabend auf dem Heimweg in ein dichtes Schneetreiben. Die Kinder verirrten sich und mussten im Wald übernachten. Am nächsten Tag fanden ihre Mütter sie erfroren im Wald.

Heute fahren die Seelbacher Kinder mit dem Schulbus, und auf den Waldwegen sind Wanderer unterwegs: Der neu angelegte "Klosterweg" soll die Region rund um Seelbach für Touristen attraktiv machen.
Seelbach/Rhein-Lahn
Am Adelsheimer Hof 1
56377 Nassau/Lahn
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Letzte Änderung am: 03.04.2006, 00.00 Uhr