Ein Ortsporträt von Peter Thielen

Im Zentrum des kleinen Eifeldorfes, das seit Ende der sechziger Jahre zu Daun gehört, steht die Hubertuskappelle. In dem rund 250 Jahre alten Gotteshaus gab es früher einen ganz besonderen Schlüssel, den sogenannten Hubertusschlüssel. Er sollte gegen die Tollwut helfen. Hatte sich ein Tier die Tollwut durch einen Biss eingefangen, wurde der Schlüssel ins Feuer gehalten bis er glühte und dann auf die Wunde des Tieres gedrückt. Verstarb das Tier trotz Schlüssel und Gebet, so war es nicht gottgefällig genug.

Dieser alte Brauch ist längst ausgestorben, und nur dem Hobbyhistoriker Alois Mayer aus Pützborn ist es zu verdanken, das die Geschichte überliefert ist. Andere Bräuche werden noch lebendig gehalten. So treiben die Pützborner Junggesellen wie eh und je nach der Fassenacht mit einem brennenden Rad aus Stroh den Winter aus.

Wir schauen außerdem in der Pützborner Motorrad-Kneipe zur "alten Schmiede" vorbei, besuchen die Galerie May in der ehemaligen Schule und den Wildpark Daun, der seit 36 Jahren die Touristen mit einheimischen Tieren ins Dorf lockt.
Pützborn
Leopoldstr. 29
54550 Daun
Tel: 06592/939-0
Fax: 06592/939200
Einwohner: | 1200 (Stand: Februar 2006) |
Gemeindeart: | Ortsteil von Daun mit Gewerbegebiet, etwas Landwirtschaft, großer Wildpark |
Geschichte: | Hubertuskapelle von 1788 mit Hubertusaltar und Deckenmalerei |
Tourismus: | Wanderwege, die Gaststätte "Alte Schmiede" ist ein Biker-Treff, Wild- und Erlebnispark Daun |
Vereine: | Feuerwehr, Junggesellen |
Letzte Änderung am: 16.02.2006, 00.00 Uhr