Ein Ortsporträt von Thomas Keck

Etwas seltsam klingt er ja schon, der Ortsname "Hauptstuhl". Dabei hat er weder etwas mit Häuptern noch mit Stühlen zu tun. Mitte des 16. Jahrhunderts, als Hauptstuhl erstmals urkundlich erwähnt wurde, hieß der Ort noch "Habstall", was vermutlich auf den Namen "Habo" bzw. "Hadubald" zurückgeht. Wer dieser Hadubald war, liegt allerdings im Dunkel der Geschichte verborgen.

Keineswegs verborgen, sondern weithin sichtbar ist der Zwiebelturm, der die katholische Kirche von Hauptstuhl schmückt. Der bayrisch anmutende Turm ist ein Wahrzeichen für den Ort - und eine Besonderheit im ganzen Umkreis.
Ein zweites Wahrzeichen von Hauptstuhl ist der sogenannte "Heidenfels". Früher war ein Ausflug zum Heidenfels ein fester Bestandteil des Lehrplans der Hauptstuhler Schule. Kein Wahrzeichen, aber wichtig für den Ort ist das ehemalige Bahnhofsgebäude. Es wurde von der Gemeinde gekauft und zum Bürgerhaus umgestaltet. Hier treffen sich die Vereine.

Mit der Bahn hat die Gemeinde aber nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Die Bahnlinie, die längs durch den Ort läuft, soll in den nächsten Jahren zur Schnellbahntrasse ausgebaut werden - sehr zum Verdruss der Anwohner, denn die Lärmschutzmaßnahmen der Bahn sind, so scheint es, unzureichend. Der Versuch der Gemeinde, dagegen zu klagen, wurde vom Verwaltungsgericht zurückgewiesen.
Parallel zur Bahnstrecke verläuft die Hauptstraße von Hauptstuhl. Sie heißt Kaiserstraße, benannt nach Napoleon, der hier mit seinen Armeen auf dem Weg nach Osten entlangzog. Ganz in der Nähe soll der Kaiser sogar übernachtet haben.
Hauptstuhl
Kaiserstrasse 49
66849 Landstuhl
Tel: 06371/830
Fax: 06371/83101
Einwohnerzahl: | 1336 (Stand 2005) |
Gemeindeart: | Wohngemeinde |
Geschichte: | 1547 erste urkundliche Erwähnung als "Habstall". Im 30jährigen Krieg Vernichtung des Nachbardorfes Ruppach. |
Tourismus: | Wanderwege, zwei Gaststätten |
Vereine: | Sportverein |
Letzte Änderung am: 09.02.2006, 00.00 Uhr
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