Ein Ortsporträt von Lutz Herrschaft

Biersdorf liegt im Daadetal, ganz im Norden des Landes, unweit des Dreiländerecks Rheinland-Pfalz/Nordrhein-Westfalen/Hessen. Seit 1969 ist das Dorf nicht mehr selbständig, sondern Ortsteil von Daaden.
Landwirtschaft hat hier immer nur eine Nebenrolle gespielt - Biersdorf war und ist ein Arbeiterdorf. Bis 1965 wurde hier Eisenerz unter Tage abgebaut; mit bis zu 1.600 Beschäftigten war die Grube Füsseberg einst die größte im Siegerland.

Im 19. Jahrhundert wurde das Erz noch mit Holzkohle verhüttet. Die stammte vom "Hauberg" - eine spezielle Form der Niederwaldwirtschaft, die für die Region typisch ist. In Biersdorf gibt es bis heute eine Haubergsgenossenschaft: 138 Menschen halten 1235 Anteile am Wald, und sind entsprechend am Gewinn aus dem Holzverkauf beteiligt.

Wo Erz abgebaut und verhüttet wurde, siedelte sich die metallverarbeitende Industrie an. In Biersdorf gibt es zwei größere Betriebe, mit zusammen rund 200 Arbeitsplätzen. Früher, als Biersdorf eine der gewerbesteuerstärksten Gemeinden weit und breit war, gab es auch fünf Bäckereien im Dorf.
Und aus einer der Bäckerdynastien stammt der prominenteste Biersdorfer - der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage, der bis heute im Dorf wohnt.
Biersdorf
Verbandsgemeinde Daaden
Bahnhofstr. 4
57567 Daaden
Tel: 02743/929-0
Fax: 02743/929410
Einwohnerzahl: | 1274 (Stand November 2005) |
Gemeindeart: | Wohngemeinde mit Industrie |
Geschichte: | 1344 Erste Erwähnung |
Tourismus: | Grubenwanderweg Daaden / Gasthof Bauckhage |
Vereine: | SV Biersdorf-Sportfreunde Daaden / TSG Biersdorf / MGV Eintracht 1857 (Kinder- und Jugendchor) / Evangelische Gesellschaft / CVJM / Motorradclub |
Letzte Änderung am: 29.12.2005, 00.00 Uhr