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Fitnessarmbänder

SENDETERMIN Do, 16.2.2017 | 18:45 Uhr | SWR Fernsehen RP

Datenmissbrauch durch Fitness-Apps Sicherheitsrisiko Fitness-Armband

Im Frühjahr wollen viele den Winterspeck loswerden - auf möglichst bequeme Weise. Fitness-Apps und spezielle Armbänder sollen den Personal Trainer ersetzen. Dafür brauchen sie persönliche Daten. Wir erklären, was mit denen eigentlich passiert.

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Wer kann von den Daten profitieren?

Die Gesundheitsdaten sind wertvolle Informationen für Forschung und Marketing. Wie eine Statistik bilden sie das Gesundheitsverhalten der Verbraucher ab.

Standort, Alter, bevorzugte Sportarten aber auch gesundheitliche Probleme lassen sich ablesen.

Wo diese Daten gespeichert werden erfährt der Nutzer nicht.

Eine Untersuchung der Datenschutzbehörden belegt, dass es bei den meisten Fitness-Apps und -Geräten kaum Information zur Datenlöschung und Speicherung gibt.

Die Nutzer werden nicht einmal auf ihre Rechte hingewiesen. Sie willigen oft leichtfertig ein, dass ihre Daten für Forschung und Marketing weitergegeben werden.

Wie kann man sich vor dem Datenmissbrauch durch Fitness-Tracker schützen?

Erfasst werden neben den Bewegungsdaten oft die Emailadresse, der Standort, das Alter und manchmal sogar die Telefonnummer.

Sportler kontrollieren mit ihren verschiedenen digitalen Fitness-Trackern ihre Leistung.

Gibt man die Standortinformationen frei, verfolgen die Geräte jeden Schritt.

Viele Fitness-Apps bieten auch die Möglichkeit, die eigenen Daten mit Freunden zu teilen. Davon raten Datenschützer dringend ab. Ebenso davor, die Standortinformation freizugeben oder Daten in einer Cloud zu speichern.

Bevor man seine Daten eingibt oder eine App hochlädt, sollte man das Kleingedruckte zum Thema Datenschutz ausführlich lesen. Bislang gibt es dazu allerdings keine Standards oder Qualitätsgutachten. Erst im Mai 2018 tritt eine EU-weite Datenschutzverordnung in Kraft, die es dann möglich machen wird, die Beschwerden von Verbrauchern zu bearbeiten.

Wie sinnvoll sind Fitness-Tracker?

Die Wirksamkeit flaut schnell wieder ab, das haben amerikanische Studien ergeben. Doch wer seine Schritte nicht nur vom Fitnessarmband zählen lässt, sondern in der Gruppe trainiert, hält länger durch und verliert auch mehr Gewicht.

Die Messgeräte helfen dabei, die Körperwahrnehmung zu verbessern. Sie sollen uns darauf aufmerksam machen, was wir vielleicht an unserem Lebensstil ändern können.

Fazit

Den inneren Schweinhund überwinden – dafür können Fitness-Tracker nützlich sein. Man sollte aber darauf achten, dass dies nicht zum Zwang wird, und sich nicht von einem Gerät diktieren lässt, was zu tun ist. Vor allem aber sollte man seine Daten nur lokal speichern, niemals im Netz. Nur so kann man sich vor Missbrauch schützen.

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