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Weil am Rhein Mekka der Architektur

Von der Drei-Länder-Brücke in Weil am Rhein sieht man die Schweiz, Frankreich und Deutschland. Weil am Rhein ist ein Muss für jeden Architektur-Interessierten. Denn einige der berühmtesten Architekten der Welt haben für diese Region Gebäude entworfen. Annette Krause hat über die Brücke geschaut.

Feuerwehrhaus des Vitra-Werks

1993 konnte Zaha Hadid ihren ersten Entwurf realisieren: das Feuerwehrhaus des Vitra-Werks in Weil am Rhein. Ihr bislang größtes Projekt in Deutschland ist das phæno in Wolfsburg (Bauzeit 2001-2005), ein interaktives Erlebnismuseum der Naturwissenschaften, bei dem sie neue Möglichkeiten der dynamischen Gestaltung des Raumes erprobte.

Zaha Mohammad Hadid ist eine aus dem Irak stammende Architektin und Architekturprofessorin britischer Nationalität. Als erste und bis jetzt einzige Frau erhielt sie die bedeutendste Ehrung in der Architektur, den Pritzker-Preis. 1983 erregte sie mit dem - ungebauten - Freizeit- und Erholungspark „The Peak Leisure Club“ an einem Berghang in Hongkong erstmals internationales Aufsehen und erhielt dafür eine Auszeichnung.

Lange Zeit waren ihre Projekte den Bauherren zu kühn. Viele nicht ausgeführte Entwürfe stehen für eine lange Durststrecke. Darunter befinden sich ungebaute Projekte wie ein Bürohaus am Kurfürstendamm 70 in Berlin-Charlottenburg und der neue Zollhof in Düsseldorf.


Hadids Architekturbüro ist auch im Bereich Design tätig und realisiert u. a. Möbelentwürfe, Inneneinrichtungen, Messepavillons, Ausstellungsgestaltungen und Gebrauchsgegenstände.

Auf dem Gelände des Vitra Werks haben noch weitere Superstars der Architektur wie Frank Gehry und Tadeo Ando Gebäude entworfen und gebaut. Frank Gehry, kanadisch-US-amerikanischer Architekt und Designer, hat das Vitra-Design-Museum gebaut, in dem wechselnde Ausstellungen stattfinden.

Der japanische Architekt Tadeo Ando erbaute auf dem Gelände das "Haus der Stille", in dem leider in den Innenräumen keine Filmaufnahmen gemacht werden dürfen. Die Architektur Andos ist durch einen konsequenten Minimalismus gekennzeichnet. Sein bevorzugtes Material ist feinster Sichtbeton, dessen Schaltafeln nach der Größe von Tatami-Matten bemessen sind, die zusammen mit den Rödellöchern ein unverwechselbares Oberflächenraster ergeben. Für die Grundform der Gebäude greift er auf einfache geometrische Formen zurück, wobei er häufig mit Wiederholungen arbeitet.

Andos Architektur kombiniert Einflüsse aus der japanischen Tradition mit denen der Moderne. Er hat dadurch eine vollkommen neuartige Ästhetik des Bauens entwickelt, bei der Beton, Holz, Licht, Raum und Natur in einer architektonisch bislang einzigartigen Art und Weise zusammenspielen. In Japan sowie in Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland und den Vereinigten Staaten hat er vielfach ausgezeichnete Privathäuser, Kirchen, Museen, Wohnanlagen und Kultureinrichtungen errichtet.

Letzte Änderung am: 18.05.2009, 16.45 Uhr

Weil am Rhein