aus der Sendung vom Samstag, 5.11.2011 | 19.15 Uhr | SWR Fernsehen in Baden-Württemberg
Fausts Verdammnis in Stuttgart
Wie kaum ein anderes Werk hat die 1846 uraufgeführte Oper "Fausts Verdammnis" von Hector Berlioz dem europäischen Musiktheater den Weg in die Moderne gewiesen. Berlioz’ Figuren sind Agenten und Opfer einer Gesellschaft, in der allein die Interessen der nackten Zahlung gelten. Die von Goethe übernommenen Geschehnisse um die von Mephisto arrangierte Liebe zwischen Faust und Marguerite (Gretchen) und die Hinrichtung der verlassenen und zur Mörderin gewordenen Geliebten begegnen dem Zuschauer traumhaft entstellt. Auch seinen Protagonisten liefert Berlioz dem Wechselspiel von Illusion und Desillusionierung aus: welcher Eindruck, welches Gefühl, welches Bild der realen Ereignisse "stimmt"?
Aufführungen vom 5.11.2011 - 24.1.2012 Staatsoper Stuttgart
Hirtenmusik in Balingen
Das Haus der Volkskunst in Balingen zeigt eine Ausstellung über ein Musikinstrument, das in unserer Kultur inzwischen in Vergessenheit geraten ist, in Rumänien aber noch fortlebt: das Hirtenhorn. Es gehört seit jeher wie die anderen Hirteninstrumente Sackpfeife, Flöte und Schalmei zur Arbeit der Hirten. Nicht nur Tiere werden damit gerufen, sondern ein Treffpunkt kann vereinbart, vor Feuer, Unwetter oder wilden Tieren gewarnt oder auch zum Kirchgang geblasen werden. Im interaktiven Teil der Ausstellung gibt es Instrumente zum Ausprobieren sowie zahlreiche Hörbeispiele und Filmausschnitte, die mittels eines Sensor-Bildschirms bedient werden.
Dauerausstellung im Haus der Volkskunst in Balingen
Okkultes in Straßburg
Gespenster, Feen und Dämonen haben nach der Zeit der Aufklärung wieder die Gemüter erregt. Als Gegenbewegung zum Rationalismus, der doch nie alle Fragen klären konnte, haben übersinnliche Phänomene die Fantasie von Schriftstellern und Künstlern beflügelt, um den Geheimnissen des Lebens auf den Grund zu gehen. Spiritismus und Parapsychologie kamen in Mode.
Die Ausstellung "Die Geister Europas oder die Faszination für das Okkulte" im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Straßburg zeigt den Einfluss des Übersinnlichen auf die Maler des Symbolismus und des Surrealismus. Auch die abstrakte Malerei ließ sich inspirieren.
Ausstellung bis 12.2.12 Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Straßburg
Oberer Schlossgarten 3
70173 Stuttgart
1, place Hans Jean Arp
67076 Strasbourg Cedex (Frankreich)
Ebinger Str. 52-55
72336 Balingen
Letzte Änderung am: 30.09.2011, 23.31 Uhr