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Fernsehen im SWR

Anselm Kiefer im Museum Frieder Burda Zurück in der Heimat

aus der Sendung vom Samstag, 8.10.2011 | 19.15 Uhr | SWR Fernsehen in Baden-Württemberg

Er ist der erste zeitgenössische deutsche Künstler, von dem ein Bild im Louvre hängt und der erste bildende Künstler, der den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhielt. Wie nur wenige Künstlerkollegen hat der gebürtige Donaueschinger Anselm Kiefer die deutsche Kunstszene nach dem Krieg geprägt und mit den politischen Aussagen in seinen Werken immer wieder für Diskussionen, Aufregung und Verwirrung gesorgt. Immer wieder setzt sich Kiefer in seinem Schaffen mit der Geschichte und speziell der deutschen Vergangenheit auseinander. Aber auch mythische Themen, Religion, Kabbalistik und die Moralvorstellungen der Gegenwart sind seine Themen.

In seinen Werken verwendet er eine Vielfalt an Materialien: Stroh, Erde, Sand, Teer, aber auch Metalle wie Silber, Gold oder Blei. Oft setzt er seine Arbeiten dem Wetter aus und ist dann selbst über das Ergebnis erstaunt. Bevor Kiefer die künstlerische Laufbahn einschlug, studierte er zunächst Jura und Romanistik. Er wechselte zur Malerei, studierte in Freiburg und Karlsruhe, später in Düsseldorf bei Joseph Beuys.


Mit seinen Arbeiten trat Kiefer in wechselnder Folge auch auf der Documenta in Kassel auf. Vor 18 Jahren verlegte Anselm Kiefer sein Atelier von Buchen im Odenwald ins südfranzösische Barjac, wo er heute lebt. Das Museum Burda in Baden-Baden hat es geschafft, den Ausnahmekünstler mit einer Ausstellung wieder in seiner Heimat zu präsentieren.

Museum Frieder Burda in Baden-Baden 7. 10. - 15. Januar 2012

Museum Frieder Burda

Lichtentaler Allee 8b
76530 Baden-Baden

Tel:
07221 / 3 98 98-0
Internet:
Museum Frieder Burda


Letzte Änderung am: 16.09.2011, 23.22 Uhr