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Sendetermine Landesschau KulTour

Alle zwei Wochen samstags um 19.15 Uhr im Wechsel mit Vis-à-Vis. Wiederholung: sonntags um 3.00 Uhr
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Das deutsch-französische Magazin im Wechsel mit Landesschau KulTour, samstags um 19.15 Uhr [mehr zu: ]

Fernsehen im SWR

Staatstheater Karlsruhe Von Helden

aus der Sendung vom Samstag, 8.10.2011 | 19.15 Uhr | SWR Fernsehen in Baden-Württemberg

Generalintendant Peter Spuhler startet in seine erste Spielzeit am Staatstheater Karlsruhe unter dem Motto "Von Helden" und bringt die starken Männer und Frauen auf alle Bühnen seines Hauses.


La Prise de Troie & Les Troyens à Carthage

Als Hector Berlioz seine groß angelegte Oper Les Troyens schrieb, wusste er schon, dass er in Paris keine Chance haben würde, sie aufgeführt zu sehen. Und tatsächlich kam es in Paris nur zu einer Aufführung der letzten drei Akte im Jahr 1863. Das Verdienst der Uraufführung erwarb sich das Hoftheater Karlsruhe 1890. Berlioz hatte die Stadt gut gekannt, dirigierte er doch die Hofkapelle mehrere Male, vor allem bei seinen Konzerten in Baden-Baden. In Deutschland traf die Musik von Berlioz auf sehr viel mehr Begeisterung als in Frankreich, wo ihm die Rivalität des Establishments sehr zusetzte. Und so ist es ganz natürlich, dass das Staatstheater Karlsruhe seine neue Spielplanlinie „Große französische Oper“ mit diesem kraftvollen Werk beginnt, das es selbst vor 121 Jahren aus der Taufe hob und jetzt erstmals wieder zeigt.

John Treleaven singt den Äneas, er gehört zu den gefragtesten Heldentenören der internationalen Opernszene. Nach seinem Studium sang er überwiegend in seiner englischen Heimat. Zu seinem Repertoire gehören fast alle großen Tenorpartien. Die Partie des Tristan in Wagners Tristan und Isolde verkörperte er nach seinem spektakulären Debüt in Amsterdam mit Sir Simon Rattle weltweit u. a. beim Lucerne Festival mit Claudio Abbado sowie mit dem BBC Symphony Orchestra London mit Donald Runnicles. Den Tristan sang er zudem wiederholt an der Bayerischen Staatsoper München.

Premiere 15.10.2011 Großes Haus

Siegfried - Ballett von Peter Breuer

Die Faszinationskraft des Nibelungenliedes ist ungebrochen. Das Erstaunlichste an diesem Heldenepos aus dem 12. Jahrhundert ist jedoch, dass es das Schicksal einer Frau in den Mittelpunkt stellt. Es beginnt mit Kriemhilds Jugend und endet mit ihrem Tod. Ihre Begegnung mit dem Helden Siegfried ist die zentrale unter den vielen Begebenheiten im Leben dieser Frau. Im Zentrum des Balletts von Peter Breuer steht der Moment, in dem Kriemhild die verwundbare Stelle Siegfrieds an Hagen verrät und ihr klar wird, dass sie ihn damit dem Tode ausgeliefert hat.

Der Choreograf Peter Breuer begann 1969 seine internationale Karriere als Solotänzer des London Festival Ballets und gehörte bis in die späten 80er-Jahre zu den führenden Tänzern der internationalen Ballettszene. Seit Beginn der Saison 91/92 ist Peter Breuer Ballettdirektor am Salzburger Landestheater, wo er eine Tradition großer Erzählballette begründete, die er seit 2009 mit Andreas Geier als neuem Librettisten erfolgreich fortsetzt.

Premiere 19.11.2011 Großes Haus

Der Große Marsch von Wolfram Lotz

Wolfram Lotz, 1981 in Hamburg geboren, studiert am Leipziger Literaturinstitut. Für sein Debüt "Der große Marsch" wurde er mit dem Werkauftrag des Stückemarkts beim Berliner Theatertreffen 2010 und mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Außerdem erhielt er den Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker 2011. Die Uraufführung wurde im Mai 2011 bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen und am Staatstheater Saarbrücken gezeigt. Sein zweites Stück "Einige Nachrichten an das All", 2010 eingeladen zu den Werkstatttagen am Wiener Burgtheater, kam im Februar 2011 am Nationaltheater Weimar zur Uraufführung und wurde zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen.

Dasselbe Schauspielerensemble konfrontiert Wolfram Lotz’ Entwurf eines „unmöglichen“ Theaters mit Lessings Minna von Barnhelm. Im Jahr 1767, als Lessing sein Lustspiel fertigstellte, rief er mit seiner Hamburgischen Dramaturgie dazu auf, im Theater neue Wege zu beschreiten. Lessings radikale Vision war die einer „wahrscheinlichen“ Handlung – eines „möglichen“ Theaters also?

Badisches Staatstheater

Baumeisterstr. 11
76137 Karlsruhe

Tel:
0721 / 3557-0
Internet:
Badisches Staatstheater

Kartenvorverkauf/Tageskasse: 0721/93 33 33


Letzte Änderung am: 16.09.2011, 23.22 Uhr