aus der Sendung vom Samstag, 11.2. | 19.15 Uhr | SWR Fernsehen in Baden-Württemberg
Spektakuläre Ausstellungen in der Stuttgarter Staatsgalerie sind seltener geworden. Doch am 11. Februar eröffnet eine Schau mit gleich drei wegweisenden Künstlern aus 150 Jahren: William Turner, Claude Monet und Cy Twombly.
Ein Höhepunkt in der Ära des Direktors Sean Rainbird - und zugleich auch sein Abschied. Denn Rainbird verlässt noch im Februar die Staatsgalerie und geht nach Dublin - als Leiter der Irischen Nationalgalerie.
Eine Ausstellung zum Staunen: Darüber, wie sich Bilder aus ganz verschiedenen Epochen so gleichen können. William Turner, Claude Monet, Cy Twombly - fast zum Verwechseln ähnlich. Die drei Meister haben sich von der Gegenständlichkeit verabschiedet. Ihre Landschaftsbilder sind pure Impression. William Turner war ein abstrakter Künstler, lange bevor es den Begriff überhaupt gab. Er malte in Venedig weder Kirchen noch Gondeln. Er malte das Licht.
Claude Monet, von dem allein 20 Bilder zu sehen sind, malte im Alter fast nur noch ein Motiv: Die Seerosen in seinem Garten. Trotz dieser Beschränkung erweiterte er doch den Horizont der Malerei.
Schließlich Cy Twombly. Die Arbeiten des kürzlich verstorbenen Künstlers sind ein Farbrausch im Großformat.
Insgesamt zeigt die Staatsgalerie 70 Spätwerke der drei Künstler. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit Museen in Stockholm und Liverpool. Sean Rainbirds letzte Ausstellung in Stuttgart ist sicher die glanzvollste in seiner Ära.
Turner - Monet - Twombly - Later Paintings - 11.2. - 28.5.2012 in der Staatsgalerie Stuttgart
Konrad-Adenauer-Str. 30 - 32
70173 Stuttgart
Letzte Änderung am: 04.01.2012, 15.27 Uhr