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SENDETERMIN Do, 26.11.2015 | 18:45 Uhr | SWR Fernsehen BW

Gut zu wissen Schmerzen lindern durch Osteopathie

Wer von Schmerzen geplagt wird und sie nicht länger mit Medikamenten bekämpfen will, sucht Alternativen. Eine könnte die Osteopathie sein. Wie sie funktioniert? - "Gut zu wissen".

Frau hält sich mit beiden Armen am Rücken

Bei Rückenschmerzen kann Osteopathie helfen

Der Osteopath versucht mithilfe von gezielten Handgriffen Blockaden im Körper des Patienten aufzuspüren und zu lösen. Dadurch will er die körpereigenen Selbstheilungskräfte anregen, die die Grundlage der Osteopathie darstellen. Neben den "heilenden Händen" und dem guten Gespür des Osteopathen ist aber auch der Patient selbst gefordert: Wer im Alltag Stress vermeidet, hilft dem Körper wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Eine sanfte und ganzheitliche Methode

Diagnostiziert und behandelt wird also nur mit den Händen und folglich auf sehr schonende Art und Weise: Ohne den Einsatz von Medikamenten ist die ganzheitliche Methode gut verträglich und hat wenig Nebenwirkungen. Menschen mit Knochen- und Gelenkschmerzen zählen zur Hauptbehandlungsgruppe, aber auch bei Migräne kann Osteopathie helfen.

Osteopathen wissen, wie das Muskel-Skelett-System, die inneren Organe und das Nervensystem zusammenwirken. Dadurch hat der Osteopath die Möglichkeit, selbst Störungen der inneren Organe über den Bewegungsapparat zu diagnostizieren.

Wie sie die Zeichen des Körpers richtig lesen und deuten, lernen Ärzte, Heilpraktiker oder Physiotherapeuten in einer Zusatzausbildung – geschützt oder staatlich anerkannt ist der Beruf des Osteopathen aber nicht.

Was zahlt die Krankenkasse?

Die Unterstützung durch die Krankenkassen fällt unterschiedlich aus: Manche Kassen bezuschussen die Behandlung anteilig, andere übernehmen festgesetzte Beträge. Um ein paar Beispiele zu nennen: Die Barmer GEK unterstützt osteopathische Behandlungen im Rahmen eines Bonusprogramms mit einmalig 50 Euro im Jahr. Die AOK Baden-Württemberg beteiligt sich an drei Sitzungen pro Jahr mit einem Zuschuss von jeweils 40 Euro. Maximal drei Sitzungen je Kalenderjahr fördert auch die Techniker Krankenkasse. Dabei erstattet sie ebenfalls 40 Euro pro Behandlung, allerdings nicht mehr als die tatsächlichen Kosten.

Da jede Krankenkasse die Voraussetzungen und die Höhe der Kostenbeteiligung anders festlegt, sollte bei der eigenen Kasse unbedingt nach den dort geltenden Regeln nachgefragt werden.

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