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Stichwort Aschermittwoch In Sack und Asche gehen

Der Aschermittwoch ist kein Feiertag, spielt im christlichen Kalender aber dennoch eine wichtige Rolle. Er wird - wie der 1. Januar - gerne für eine Art Neustart genutzt.

Von SWR-Redakteur Holger Gohla

Seit bald 1.500 Jahren kennt die Christenheit den Aschermittwoch. Er beendet die Faschings- oder Karnevalszeit und leitet die 40-tägige Fastenzeit bis Ostern ein. Das Aschekreuz als Zeichen der Buße lassen sich Katholiken seit rund 1.000 Jahren auf die Stirn zeichnen.

Die Asche, aus gesegneten Palmzweigen des Vorjahres gewonnen, erinnert an die Vergänglichkeit des Menschen. Die Symbolik des Aschermittwochs steht auch hinter Redewendungen wie: "In Sack und Asche gehen" oder "Asche auf mein Haupt".

Hering am Aschermittwoch

Politischer Aschermittwoch

Bundeskanzlerin Merkel beim politischen Aschermittwoch.

Da am Aschermittwoch auf Fleisch verzichtet werden soll, ist das Heringsessen zur traditionellen Fastenspeise geworden. Es entschlackt hervorragend den Körper nach den Ausschweifungen während der Faschingszeit.

Während heute auch evangelische Kirchen die Fastenpredigt kennen, nutzen die großen Parteien den Aschermittwoch, um die politische Lage deftig zu kommentieren. Von Zurückhaltung oder Verzicht ist dabei wenig zu spüren.

Früher hieß der Aschermittwoch mancherorts auch Pfeffertag, weil Langschläfer mit grünen Ruten aus den Federn "gepfeffert" wurden. Oder beim Aschermittwoch-Streich besuchten Kinder ihre Paten, gaben ihnen ein paar Streiche mit einer grünen Rute und erhielten dafür Brezeln.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei - warum eigentlich?

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