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Internationale Funkausstellung in Berlin Viele smarte Spielereien - mit und ohne Sinn

Smarte Kaffeemaschinen und selbstbewusste Kochtöpfe - die IFA in Berlin zeigt, was im vernetzten Zuhause machbar ist. Für SWR-Wirtschaftsredakteur Andreas Reinhardt gibt es auch die Lösung für ein essentielles Problem.

Hausgerät werden mehr und mehr zur Haushaltshilfe

Hausgerät werden mehr und mehr zur Haushaltshilfe

Besucher der Internationalen Funkausstellung (IFA) lernen dieses Jahr: Milch kochen kann schwierig sein. Wissensstand bisher: Je nach dem wie viel Milch im Topf ist, dauert es unterschiedlich lange, bis sie überkocht - auch wenn ich noch so aufpasse.

Die Kontrolle übernimmt jetzt folgende Messeneuheit: Ein intelligenter Kochtopf, der misst wie viel Milch in ihm drin ist und diese Information dann ans Kochfeld übermittelt. Das Kochfeld wiederum weiß über Temperatur-Sensoren, wie heiß die Milch schon ist und regelt die Hitze. Da brennt nichts mehr an, da kocht nichts über.

Störfaktor im Smart-Home: der Mensch

Auch die Dunstabzugshaube über dem Herd kann neue Tricks: Die bekommt jetzt mit, dass gekocht wird und schaltet sich automatisch ein. Der Clou: Sie saugt nur noch so viel Dampf ab, wie entsteht.

Die Herausforderungen des Alltags sollen mit Hilfe von immer mehr Technik besser bewältigt werden können - das ist einer der großen Trends auf der Technikmesse IFA. Der einzige Störfaktor im perfekten Smart-Home: der Mensch.

Nicht überall steckt Sinn drin

Denn selbst wenn die Kaffeemaschine per App meinen Wunschespresso macht, muss ich nach wie vor noch die Tasse darunter stellen, sonst läuft der Kaffee ins Leere. Der Kühlschrank, der mir ein Foto von seinem Inhalt mailt, die Waschmaschine, die über WLAN sagt, dass sie fertig ist - das sind weitere Spielereien, die einfach nur zeigen, was machbar ist. Sinn hin oder her.

Immer wieder gibt es aber auch Detaillösungen, bei denen man sich fragt: Warum wurde das nicht schon längst erfunden? Bleiben wir bei der Waschmaschine: Hier gibt es ein Modell, das hat am Bullauge eine kleine Klappe. Der vergessene Socken und das plötzlich noch aufgetauchte T-Shirt können in die Trommel nachgelegt werden, auch wenn die Maschine schon läuft. Das ist richtig smart, ganz ohne Technik.

Von Andreas Reinhardt, SWR-Wirtschaftsredaktion | Online: Christine Veenstra

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