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Rosenmontag ohne Züge Nachholen oder nicht?

In Mainz, Trier, Neuwied oder Koblenz: Überall, wo Rosenmontagszüge ausgefallen sind, wird jetzt über mögliche Ersatztermine nachgedacht. Doch nicht alle finden die Idee gut.

Eine junge Frau als Dino verkleidet steht traurig vor dem Mainzer Hauptbahnhof

Da kommt kein Zug ...

Der Mainzer Carneval Verein (MCV) arbeitet an einem Ersatztermin für den ausgefallenen Rosenmontagsumzug. Das sagte Präsidenten Richard Wagner am Montag dem SWR. Allerdings könne er nicht versprechen, dass das wirklich klappe. Wegen der umfangreichen Planungen sei ein spontaner Nachholtermin nicht zu machen. Den Zug um nur einen Tag zu verschieben, sei organisatorisch nicht möglich gewesen. Viele der ehrenamtlich eingesetzten Rettungskräfte hätten sich den Rosenmontag extra frei genommen, aber nicht den Dienstag. Auch in Trier laufen die Gespräche über einen späteren Rosenmontagsumzug, sagte Andreas Peters von der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval.

Vertreter des Bundes Deutscher Karneval sehen die Planungen skeptisch. Vizepräsident Peter Krawietz sagte am Rosenmontag, es gebe "grundsätzlich die Regelung, dass außerhalb der Fastnachtszeit keine karnevalistischen Veranstaltungen stattfinden sollen". Man feiere ja auch Weihnachten nicht zeitverzögert.

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2:31 min | Mo, 8.2.2016 | 18:00 Uhr | SWR Fernsehen RP

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Historische Zäsur in Mainz

Orkan legt Rosenmontagsumzug lahm

Zum ersten Mal in seiner Geschichte ist der Rosenmontagszug in Mainz abgesagt worden. Grund ist das Orkantief Ruzica.

Trotz der Absage des Umzugs, Regens und teils kräftigen Windböen waren am Montagvormittag mehrere tausend Kostümierte in der Mainzer Innenstadt unterwegs. Die Feierlichkeiten verlagerten sich von der Straße in die geöffneten Altstadtlokale. Die Mainzer Ranzengarde veranstaltete um 13.11 Uhr einen kleinen Umzug rund um den Dom. Mehrere Vereine wollten spontane Fastnachtsfeiern organisieren. Die Polizei hatte sich auch nach der Absage auf zahlreiche Besucher in der Landeshauptstadt eingestellt.

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1:34 min | Mo, 8.2.2016 | 18:00 Uhr | SWR Fernsehen RP

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Alternativen zum Fastnachtszug in Mainz

Spontan, fröhlich und ausgelassen närrisch

Der traditionelle Rosenmontagszug in Mainz ist abgesagt, doch das heißt nicht, dass die Narren deshalb Trübsinn blasen. Einige Fastnachtsvereine haben spontane Feiern organisiert.

Die wegen des Umzugs verhängten Straßensperren wurden aufgehoben. Feuerwehr und Rettungsdienst haben ihr Angebot trotzdem nicht abgespeckt. Auch die Rückzugsräume für Frauen blieben erhalten, sagte Corinna Koch vom Polizeipräsidium Mainz. 750 Beamte waren demnach im Einsatz.

Keine Umzüge in Koblenz, Trier und Idar-Oberstein

Auch die Rosenmontagsumzüge in Koblenz, Trier und Idar-Oberstein wurden wegen des schlechten Wetters abgesagt. Für die Region waren ebenfalls schwere Sturmböen vorhergesagt. Der Zug in Gerolstein fand statt - auch in Hillesheim entschied man sich so. Allerdings abgespeckt ohne Motivwagen.

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2:00 min | Mo, 8.2.2016 | 18:00 Uhr | SWR Fernsehen RP

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Wetter stoppt Rosenmontagszug in mehreren RP-Städten

Drinnen feiern statt Trübsal blasen

Mainz ist nicht die einzige Stadt in Rheinland-Pfalz, in der der Rosenmontagszug ausgefallen ist. Die Straßen in Trier und Koblenz waren wie ausgestorben. Doch die Narren wussten sich zu helfen.

Wirtschaftlicher Schaden für Karnevalsvereine

Für den MCV ist die Absage auch ein wirtschaftlicher Schaden. Laut MCV-Sprecher Michael Bonewitz liegt der im sechstelligen Bereich. Die Organisation des Zuges koste 350.000 bis 400.000 Euro. Wie hoch die tatsächliche Schadenssumme sei, hänge jetzt vom Verhalten der Sponsoren ab, sagte Bonewitz dem SWR. Unklar ist, ob Sponsoren Geld zurückfordern werden.

Der Mainzer Zug zählt neben denen in Köln und Düsseldorf zu den größten bundesweit. In diesem Jahr sollte er 148 Zugnummern zählen, rund 9.500 Zugteilnehmer waren angekündigt, darunter über 200 Musiker.

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