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TV-Debatte vor der Landtagswahl Klöckner nimmt an Elefantenrunde teil

Die CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Julia Klöckner, wird an der sogenannten Elefantenrunde im SWR teilnehmen. Ihre Zusage verband sie mit massiver Kritik an Ministerpräsidentin Dreyer.

Wer an einer Diskussionssendung drei Tage vor der Wahl im öffentlichen-rechtlichen Fernsehen teilnehme, "darüber haben wir (die Spitzenkandidaten, Red.) nicht zu entscheiden", kritisierte Klöckner erneut die Absage von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Diese hatte sich "aus ganz persönlichen Gründen" geweigert, in einer Sendung gemeinsam mit einem Vertreter der rechtspopulistischen AfD teilzunehmen. Dreyer wirft der AfD vor, teilweise rechtsextreme Positionen zu vertreten.

"Ich will mich dem Diskurs stellen", sagte die CDU-Spitzenkandidatin am Donnerstag in Mainz. "Wenn wir die Bürger ernst nehmen und auch wollen, dass sie zur Urne gehen, dann sollten wir auch sagen, wofür wir stehen und uns nicht entziehen." Sie zeigte sich enttäuscht, dass es nicht beim Format aller Spitzenkandidaten bleibe wie erst geplant.

Nach der Absage Dreyers hatte der Südwestrundfunk (SWR) zunächst nur die Spitzenkandidaten von CDU, SPD und Grünen eingeladen. Die Vertreter von FDP, AfD und Linken sollten per Interviews eingespielt werden. Daraufhin hatte CDU-Landeschefin Klöckner ihre Teilnahme abgesagt. Weil der SWR die Fernsehrunde retten wollte, erklärte die SPD am Mittwoch, dass sie anstelle der Ministerpräsidentin nun ihren Landesvorsitzenden Roger Lewentz in die Sendung schickt.

SPD verteidigt Kehrtwende

SPD-Generalsekretär Jens Guth verteidigte die Kehrtwende seiner Partei. "Wir haben jetzt für uns in einem Ringen diese Lösung gefunden, die nicht einfach war, weil wir der Meinung sind, dass die AfD auf diesem Format nichts zu suchen hat", sagte Guth. "Deshalb stand für uns die Frage: Bleibt dieser Stuhl leer und werden wir hinnehmen, dass Äußerungen getätigt werden, denen wir nicht widersprechen können, oder nimmt jemand die Position der SPD wahr?"

Klöckner sagte, es dürfe nie wieder der Eindruck einer Absprache entstehen.

In Baden-Württemberg bahnt sich eine TV-Debatte ohne die AfD an. Dort hatten sich SPD und Grüne geweigert, mit der AfD an einem Tisch zu sitzen - und dabei bleibt es voraussichtlich.

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