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Trotz routinierter Abläufe in RP "Herkules-Aufgabe" Flüchtlingsunterbringung

Aus Expertensicht läuft die Unterbringung von Flüchtlingen in Rheinland-Pfalz derzeit in geordneten Bahnen. Trotzdem wird das Ganze auch 2016 wohl eine "Herkules- Aufgabe" bleiben.

Flüchtlinge in einer Auffangeinrichtung in Trier

Sommer 2015: Dichtes Gedränge in der Auffangeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Trier

Routine ist das eine, Herausforderung das andere: In Rheinland-Pfalz hat sich bei der Unterbringung von Flüchtlingen mittlerweile eine gewisse Routine eingestellt. Das sagt zumindest die Präsidentin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Dagmar Barzen. Das Gute daran, meint sie in Trier: "Man wird nicht mehr nervös, wenn es heißt, morgen früh kommen vier Busse mit 200 Personen."

ADD: Aufgestockte Plätze reichen aus

Die Zahl der Unterbringungsplätze für neu ankommende Flüchtlinge im Land sei von knapp 1.800 Anfang des Jahres auf rund 16.000 Ende des Jahres aufgestockt worden. Nach Barzens Aussage rechnet die ADD damit, dass diese Plätze ausreichen. Trotzdem bleibe die Unterbringung von Flüchtlingen eine "Herkules-Aufgabe", so die Präsidentin. Anfang Dezember hat Rheinland-Pfalz mehr als 48.000 Schutzsuchende registriert.

Barzen fordert, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) die Asylanträge der Flüchtlinge schneller bearbeitet. "Es nützt ja wenig, wenn wir die Erstaufnahme hinbekommen und weiterhin dieser hohe Antragsstau besteht." Aus ihrer Sicht wird die Unzufriedenheit der Asylbewerber deshalb auch größer. "Die Leute sind einfach frustriert, wenn sie wissen: Ich kann frühestens nächstes Jahr zum ersten Mal zum Interview ins zuständige Bamf kommen."

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