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Nach Angriff auf Polizisten in Koblenz Bewährungsstrafe im Druckluftnagler-Prozess

Das Landgericht Koblenz hat einen Mann wegen eines Angriffs auf Polizisten in Trier zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Der Mann hatte sich im Juli 2012 in seiner Firma verbarrikadiert. Als Polizisten dort eintrafen, schoss er mit einem Druckluftnagler auf sie.

Justitia schaut auf Nägel auf der Straße

Der Bundesgerichtshof hat Urteile des Landgerichts Trier aufgehoben

Das Landgericht Koblenz ging am Mittwoch von versuchter gefährlicher Körperverletzung aus. Einen versuchten Totschlag sahen die Richter - anders als die Staatsanwaltschaft - nicht. Damit endete für den 49 Jahre alten Angeklagten ein viereinhalbjähriges Verfahren. Das Landgericht Trier hatte den Mann schon zweimal zu höheren Haftstrafen verurteilt, die aber beide vom Bundesgerichtshof wegen Rechtsfehlern kassiert wurden.

Urteil rechtskräftig

Das neue Koblenzer Urteil ist rechtskräftig - alle Beteiligten erklärten, keine Rechtsmittel mehr einzulegen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten gefordert. Die Verteidigung beantragte eine Freiheitsstrafe, die bereits mit der Untersuchungshaft verbüßt gewesen wäre.

Mann soll lebensmüde gewesen sein

Der Mann hatte sich im Juli 2012 in seiner Trierer Firma verschanzt und mit einem Druckluftnagler auf zwei Polizisten geschossen. Die Beamten blieben unverletzt. Der 49-Jährige fügte sich mit dem Druckluftnagler selbst schwere Verletzungen zu. Er schoss sich selbst Nägel in den Kopf und die Brust. Vor Gericht hatte der Mann von einem Selbstmordversuch gesprochen. Er habe auf die Polizisten geschossen, damit diese ihn töten.

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