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SWR Chefredakteur Frey "Gut für unseren Informationsauftrag"

Weil SPD-Ministerpräsidentin Dreyer nicht mit der AfD reden will, schicken die Genossen ihren Landeschef Roger Lewentz in die SWR Elefantenrunde. Chefredakteur Fritz Frey beobachtet eine verunsicherte Partei.

SWR.de: Die SPD schickt jetzt statt Ministerpräsidentin Malu Dreyer ihren Landeschef Roger Lewentz in die Elefantenrunde. Was heißt das für den SWR?

Fritz Frey: Das heißt für den SWR, dass wir die Sendung machen können am 10. März. Und zwar in der Besetzung – so wie wir uns das vorgestellt haben. Das wird ein Angebot sein, das auch unserem Informationsauftrag gerecht wird. Es werden alle relevanten Parteien vertreten sein. Es wird mit Herrn Lewentz auch ein hochrangiger SPD-Vertreter in der Runde sein, in der dann eben auch ein Vertreter der AfD ist. Und der werden ja gute Chancen zugerechnet, in den nächsten rheinland-pfälzischen Landtag einzuziehen.

Ministerpräsidentin Dreyer will nicht mit der AfD reden – aber ignorieren kann sie sie angesichts der Umfragewerte eben auch nicht. Heißt das nicht, dass die SPD in einem ziemlichen Dilemma steckt?

Wir beobachten, dass die SPD sehr mit sich ringt im Umgang mit der AfD. Das kann man auch am Programm im Ersten heute beobachten. Bei Sandra Maischberger ist heute Abend der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Ralf Stegner zu Gast. Dort trifft er auf die AfD-Chefin Frauke Petry. Andere SPD-Politikerinnen wie Hannelore Kraft, die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, oder eben Malu Dreyer – die haben für sich entschieden, dass sie ein solches Aufeinandertreffen im Fernsehen nicht wollen. Da wird heftig gerungen.

Was denken Sie, ist die CDU in Rheinland-Pfalz jetzt die Gewinnerin der Debatte um die SWR-Elefantenrunde?

Da von Gewinnern und Verlierern zu sprechen, finde ich schwierig. Wir dürfen ja eins nicht vergessen: Bei einer Landtagswahl treten Parteien gegeneinander an. Und da ist ein SPD-Parteichef wie Roger Lewentz ein sehr angemessener Gesprächspartner. Fest steht: die ursprüngliche Planung des SWR, eine Elefantenrunde anbieten zu können mit allen relevanten Parteien – also mit denen, die gute Chancen haben, in den nächsten rheinland-pfälzischen Landtag einzuziehen – das kann jetzt Programmwirklichkeit werden. Insoweit ist das für uns als SWR heute eine gute Nachricht.

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