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Rückblick in Ludwigshafen Schwere Unglücke bei der BASF

Einher mit der Geschichte der BASF in Ludwigshafen gehen auch zwei schwere Unfälle. 1921 ließ die Druckwelle einer Explosion sogar die Scheiben des Wormser Doms bersten.

BASF, Ludwigshafen, 1921, Explosion, Unglück, Ammonsulfat

Ludwigshafen-Oppau: BASF-Werk nach der Explosionskatastrophe am 21. September 1921

Mittwoch, der 21. September 1921: Früh morgens um 7.30 Uhr gab es auf dem Gelände der Badischen Anilin und Soda-Fabrik, kurz BASF, in Ludwigshafen-Oppau eine gewaltige Explosion: Eine Mischung der beiden Düngerausgangsstoffe Ammoniumsulfat und Ammoniumnitrat war in die Luft gegangen. Arbeiter hatten versucht, den festgewordenen Dünger mit kleineren Sprengungen aufzulockern - ein damals gängiges Verfahren.

Die Explosion riss einen riesigen Krater von 125 m Länge, 90 m Breite und 19 m Tiefe. Noch im 25 km entfernten Heidelberg wurden Dächer abgedeckt, eine Straßenbahn sprang aus den Schienen. Im Wormser Dom gingen alle mittelalterlichen Buntglasfenster zu Bruch. Im 80-km-Umkreis ließ der Explosionsknall Fensterscheiben erzittern. Angeblich war die Explosion bis nach Frankfurt zu hören. Andere Quellen behaupten, sogar bis nach München. Die Katastrophe kostete mehr als 560 Menschen das Leben. Rund 2.000 Menschen wurden verletzt.

1948: Fatale Explosion eines Kesselwagens

Das Land Rheinland-Pfalz war noch nicht einmal zwei Jahre alt, da ereignete sich in Ludwigshafen eine gewaltige Katastrophe. An einem heißen Sommertag, am Nachmittag des 28. Juli 1948, explodierte auf dem Werksgelände der BASF ein Kesselwagen mit so gewaltiger Wucht, dass rund 140 Werksgebäude komplett zerstört wurden. 207 Menschen kamen ums Leben, über 3.800 wurden verletzt.

Zerstörtes BASF-Gelände 1948

1948 starben bei der Explosion eines Kesselwagens 207 Menschen

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