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Rechtsextreme Parteiführung NPD wirbt für AfD in Rheinland-Pfalz

Die rechtsextreme NPD will mit Plakaten ihre Wähler dazu aufrufen, ihre Erststimme der AfD zu schenken. Die damit bedachten Rechtspopulisten halten nichts von dem Vorschlag.

Frank Franz (l), Vorsitzender der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) und Klaus Beier, Bundesgeschäftsführer

Rechtsextremer im Anzug: NPD-Chef Franz (l) wirbt für die AfD

Bei einer Pressekonferenz in Berlin warb der Vorsitzende der rechtsextremen NPD, Frank Franz, am Montag für ein rechtes Stimmen-Splitting. Bei den kommenden Landtagswahlen, speziell in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, sollten Wähler ihre Stimmen zwischen AfD und NPD aufteilen. Die Erststimme solle an die AfD gehen, die Zweitstimme an die NPD. Franz stellte ein entsprechendes Wahlplakat vor, das auch in Rheinland-Pfalz aufgehängt werden soll.

AfD: "Nicht abgesprochen!"

Bei der rechtspopulistischen AfD hingegen will man mit der Aktion nichts zu tun haben. Es handele sich nicht um eine abgestimmte Aktion zwischen beiden Parteien. "Mit der NPD haben wir keinerlei Schnittmengen", sagte AfD-Sprecher Christian Lüth. Auch auf Twitter dementierte die Partei eilig. Laut Sprecher Lüth wird die AfD "jedes Angebot dieser Partei ignorieren".


NPD: "Gemeinsames Gegenmodell"

Der NPD-Vorsitzende Franz hingegen betonte die Gemeinsamkeiten der Parteien. Die Flüchtlingskrise zeige, dass "die Parteien, die grundsätzlich in eine ähnliche Richtung wollen, auch an einem Strang ziehen sollten", sagte Franz. NPD und AfD seien kein Gegensatz, sondern ein "gemeinsames Gegenmodell". Beide Parteien seien "heimattreu und patriotisch".

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