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Pirmasenser Musiker 88-jährig verstorben Liedermacher Heinrich Kröher ist tot

Der Liedermacher Heinrich Kröher, der mit seinem Zwillingsbruder als Duo Hein und Oss auftrat, ist tot. Der Pfälzer Künstler starb am Sonntag im Alter von 88 Jahren in seiner Heimatstadt Pirmasens.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) würdigte Kröher als "Ikone des politischen Volksgesangs". Mit seinem Zwillingsbruder habe er zu den Mitbegründern des legendären Waldeck-Festivals gehört.

Heinrich und Oskar Kröher standen über Jahrzehnte gemeinsam auf der Bühne und sangen zur Gitarre Volkslieder. Ihr Repertoire, mit dem sie seit den 60er Jahren mehr als 15 Langspielplatten und CDs aufnahmen, umfasst Arbeiterlieder, Freiheitslieder der 1848er Revolution, Seemannsmusik, Cowboysongs, Chansons und vieles mehr.

Kröher-Zwillinge einst in den DDR-Charts

Im Umfeld von Künstlern wie Hannes Wader (73), Franz Josef Degenhardt (gestorben 2011) oder Reinhard Mey (73) zeigten die Kröher-Zwillinge, dass Volkslieder nicht altmodisch klingen müssen. Beide gaben auch Songbücher heraus und verfassten Texte. Ein paar Wochen lang waren sie auch einmal in der Hitparade der DDR.

Heinrich Kröher hatte sich zuletzt weitgehend von der Bühne zurückgezogen. Er starb nach kurzer Krankheit. Sein Zwillingsbruder Oskar Kröher lebt ebenfalls in Pirmasens. Beide wurden in einer bildungsbürgerlichen Familie groß. Der Vater war leitender Angestellter einer großen Schuhfabrik.

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