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Närrische Gala in Trier Günther Jauchs erster Orden

"Das ist der erste Orden, den ich in meinem Leben bekommen habe", sagte Talkmaster Günther Jauch bei der Verleihung des Kaiser-Augustus-Orden. Jetzt hat er einen Orden - und eine paar kleine Geheimnisse weniger.

Günther Jauch (l.) erhält vom ATK-Präsidenten, Andreas Peters, den Kaiser-Augustus-Orden

Günther Jauch (l.) erhält vom ATK-Präsidenten Andreas Peters den Kaiser-Augustus-Orden

Der Journalist, Moderator und Fernsehtalker wird für sein großes soziales Engagement geehrt. Bei einer närrischen Gala erhielt er am Samstagabend den Kaiser-Augustus-Orden der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK).

Und musste bei der Verleihung Einblicke in sein ansonsten streng gehütetes Privatleben zulassen: "Sein Abitur machte er am altsprachlichen Gymnasium Steglitz in Berlin - Achtung, der Klugscheißer der Nation! - mit 3,1", enthüllte Sportkommentator Marcel Reif (66) in seiner Laudatio auf Jauch vor rund 1.000 Gästen.

Laudatio mit kleinen, fiesen Spitzen

Jauch ("Wer wird Millionär?") habe in der Schule "eigentlich immer nur so viel getan, dass es für die Versetzung gerade so reichte" und sich vor allem für die Fächer Deutsch und Politische Weltkunde interessiert. Ansonsten könne man "glatt von Leistungsverweigerung sprechen", sagte Reif. Er und Jauch sind seit fast 30 Jahren befreundet. Reif war im Jahr zuvor mit dem Orden ausgezeichnet worden.

Jauch spendet Preisgeld

Die Auszeichnung ist mit 5.555,55 Euro dotiert und wird seit 1994 jährlich an bekannte Personen verliehen. Jauch kündigte an, das Preisgeld dem Verein HörBIZ Trier zu spenden, der sich seit Jahren für Hörbehinderte einsetzt. Jauch besitzt in der Nähe von Trier, in Kanzem an der Saar, ein Weingut. "Es gibt 100 Projekte, die von Jauch unterstützt werden oder wurden", so Reif. Jauch verwende einen großen Teil seines Einkommens für wohltätige Zwecke.

Der Preis ist kein Karnevalsorden, sondern soll an den Gründer der Stadt Trier, Kaiser Augustus, erinnern. Zu den bisherigen Ordensträgern gehören Birgit Schrowange, Alfred Biolek, Dieter Thomas Heck, Henry Maske und Theo Zwanziger.

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