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Nach Übergriffen auf Frauen in Köln Dreyer verurteilt Gewalt in der Silvesternacht

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat die Übergriffe auf Frauen in Köln verurteilt. Dem SWR sagte sie, die angezeigten Straftaten müssten umgehend aufgeklärt werden.

Malu Dreyer, im Hintergrund der Hauptbahnhof von Köln

In Rheinland-Pfalz gebe es keine Hinweise auf vergleichbare Vorfälle, so Dreyer (SPD)

Dreyer (SPD) sprach von einer neuen Dimension der Gewalt. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, müsse der Staat mit aller Härte reagieren. Außerdem sei zu klären, wie es dazu habe kommen können. Für Rheinland-Pfalz gibt es laut Dreyer keine Hinweise auf vergleichbare Vorfälle. Die Sicherheitsbehörden würden alles tun, damit es dabei bleibe.

Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner bezeichnete die Übergriffe auf Frauen als erschreckend. Indirekt sei auch jeder angegriffen worden, der sich für Flüchtlinge, Integration und für ein friedliches Miteinander einsetze. Mit Blick auf die anstehenden Karnevalstage verwies Klöckner auf die Belastung der Polizei in Ländern wie Nordrhein-Westfalen oder Rheinland-Pfalz.

Bisher 90 Anzeigen

Am Silvesterabend hatten sich laut Polizei auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz etwa 1.000 Männer versammelt, die "dem Aussehen nach aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum" stammten. Aus der Menge bildeten sich demnach Gruppen, die Frauen umzingelt, bedrängt und ausgeraubt hätten.

Bis Dienstagmittag gingen rund 90 Anzeigen ein. Die Polizei versucht nun, die Berichte zu ordnen und Videomaterial auszuwerten. Bislang gebe es noch keine Festnahmen, die im Zusammenhang mit den Übergriffen stehen.

Ähnliche Vorfälle gab es laut Deutscher Polizeigewerkschaft in Hamburg und Stuttgart.

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