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Prozess in Kaiserslautern Charlottes Tod wird vor Gericht verhandelt

Der Fall hatte im vergangenen Herbst für großes Aufsehen gesorgt: Eine Schülerin verschwindet in Rockenhausen, anschließend wird ihre Leiche in einem Kanalschacht gefunden. Heute beginnt der Prozess.

Charlotte und der Fundort ihrer Leiche

In Rockenhausen wurden Kerzen in der Nähe der Stelle aufgestellt, an der Charlottes Leiche gefunden wurde.

Wegen Vergewaltigung und Mordes muss sich ab Dienstag ein 21-jähriger Bekannter des Opfers vor der Jugendkammer des Landgerichts Kaiserslautern verantworten. Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern geht davon aus, dass der Tatverdächtige Charlotte Mitte September in der Nähe des Bahnhofs von Rockenhausen (Donnersbergkreis) vergewaltigt hat. Um das zu verschleiern, habe der damals 20-Jährige sie getötet und anschließend die Leiche in einen Kanalschacht geworfen.

Laut Staatsanwaltschaft bestreitet der Tatverdächtige das. Er sagt, die sexuellen Handlungen seien mit Einverständnis der jungen Frau erfolgt. Später hätten sich beide gestritten, daraufhin habe er sie gewürgt und gegen den Kopf geschlagen.

Das Mädchen war während des Herbstfestes in Rockenhausen verschwunden, die Familie hatte eine große Suchaktion gestartet. Kurz nach der Tat hatte die Polizei den Verdächtigen festgenommen. Er führte die Beamten schließlich zu dem Kanalschacht. Laut Obduktionsergebnis war Charlotte "durch Gewalt gegen den Hals" gestorben. Die Anteilnahme in der Bevölkerung am Schicksal von Charlotte war groß.

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