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Nach Schießerei in Bingen Angeklagter legt Geständnis ab

Am Rande des Binger Winzerfestes gab es letztes Jahr im Sommer eine Schießerei. Dabei wurde ein 18-Jähriger lebensgefährlich verletzt. Zum Prozessauftakt am Montag hat der Angeklagte die Tat gestanden.

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1:49 min | Mo, 22.2.2016 | 18:00 Uhr | SWR Fernsehen RP

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Vor einem Jahr

Versuchter Totschlag beim Bingener Winzerfest

Das längste Winzerfest am Rhein. Da wird gesungen und gelacht. Vor einem Jahr aber kam es zu einem schrecklichen Zwischenfall. Der wird vor dem Landgericht Mainz verhandelt.

Der Mann aus Bingen gab vor dem Mainzer Landgericht zu, mehrere Schüsse auf das Opfer abgefeuert zu haben. Er habe zwar wegen exzessivem Drogen- und Alkoholkonsums keine genauen Erinnerungen mehr, aber dass er die Waffe abgefeuert hat, dass wisse er noch. Eigentlich, so der Angeklagte weiter, habe er aber nur ein Mädchen beschützen wollen. Das war angeblich am 29. August vergangenen Jahres in Bingen mit dem Opfer, einem 18-Jährigen aus Münster-Sarmsheim, in Streit geraten. Beide hätten sich geschlagen und bespuckt. Der Angeklagte sei dann, nach eigener Aussage, dazu gekommen, um der jungen Frau zu helfen. Deshalb habe er erst einen Warnschuss abgegeben und dann auf den 18-Jährigen geschossen.

Vier mal gezielt geschossen

Laut Staatsanwaltschaft flüchtete das Opfer daraufhin, der Angeklagte verfolgte ihn mit gezogener Waffe. Dann sei es zu einem Gerangel zwischen den beiden Männern gekommen, aus dem sich der Angeklagte gelöst und gezielt vier Mal auf den 18-Jährigen geschossen habe. Dieser habe nur durch eine Notoperation in der Mainzer Universitätsmedizin überlebt und leide heute noch unter den Nachwirkungen. Einer der Schüsse traf das Opfer in den Arm, ein anderer in den Oberkörper und verletzte die Bandscheibe. Zusätzlich müsse es aufgrund eines Traumas psychologisch betreut werden.

Urteil wird im März erwartet

Keine Angaben machte der Angeklagte, woher er die Waffe hatte. Einen Waffenschein besitzt er nicht. Er gab allerdings zu, ein massives Drogenproblem zu haben. Deshalb habe er auch keine abgeschlossene Ausbildung und keinen Job. Ein Urteil wird im März erwartet, vorher sollen noch zahlreiche Zeugen vernommen werden.

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