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Mainzer Polizei zu Übergriffen in Köln Keine Gefahr auf Rosenmontagszug

Die Mainzer Polizeidirektion sieht nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in Köln keine aktuelle Gefahr für Mainzer Großveranstaltungen. Das Sicherheitskonzept des Rosenmontagszuges habe sich bewährt.

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2:47 min | Di, 5.1.2016 | 19:30 Uhr | SWR Fernsehen RP

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Massenhafte Übergriffe auf Frauen in Köln

Kann sowas auch in Rheinland-Pfalz passieren?

In Köln wurden Frauen an Silvester sexuell belästigt und ausgeraubt. Kann das auch bei Großveranstaltungen in Rheinland-Pfalz - etwa bei der anstehenden Straßenfastnacht - passieren?

Es gebe derzeit keinen Anlass, das Sicherheitskonzept des Rosenmontagszuges in Mainz zu verändern, so der Leiter der Mainzer Polizeidirektion, Achim Zahn. Selbstverständlich bereite sich die Polizei zusammen mit dem Veranstalter des Umzuges und der Stadt darauf vor. Schließlich würden am Rosenmontag 500.000 Menschen in der Stadt erwartet. In der Innenstadt seien mehrere Kameras installiert, vor allem dort, wo besonders viele Menschen feierten.

Außerdem seien bis zu 50 mobile Eingreiftruppen unterwegs, die im Notfall schnell eingreifen könnten, teilte Achim Zahn mit. Das werde schon seit Jahren so gehandhabt, da es auf den zahlreichen Feiern nach dem Rosenmontagszug immer wieder zu aggressivem Verhalten komme.

Auch die Landesregierung sieht die Behörden angesichts der mobilen Einsatzgruppen gut vorbereitet für den Mainzer Rosenmontagszug. Angst vor Straftaten wie in Köln in der Silvesternacht müsse niemand haben, teilte Innenminister Roger Lewentz am Mittwoch mit. Der Schutz vor Gewalt und Übergriffen habe für die Polizei Priorität.

Ausländische Mitbürger nicht vorverurteilen

Zahn warnte davor, die massenhaften Übergriffe in Köln für Panikmache und Vorverurteilungen von ausländischen Mitbürgern zu missbrauchen. Vieles werde über die sozialen Medien nach außen getragen. "Man sollte nicht auf den Zug der sozialen Medien aufspringen", sagte Zahn dem SWR, "sondern den Kollegen in Köln die Gelegenheit geben, die Vorkommnisse ordnungsgemäß zu ermitteln".

Nach Angaben der Stadt Mainz haben sich Bürger beim Ordnungsamt gemeldet und ihren Sorgen ausgedrückt.

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