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"Giftziegel"-Skandal in Hessen Rheinhessisches Unternehmen nicht betroffen

Bis 2012 sollen Millionen Ziegelsteine mit krebserregenden Bestandteilen verbaut worden sein. Auch eine Firma aus Wöllstein stand in der Kritik. Ein Gutachten entkräftet die Vorwürfe.

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2:07 min | Di, 28.7.2015 | 19.30 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

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Wöllstein

Rheinhessisches Unternehmen nicht betroffen

Bis 2012 sollen Millionen Ziegelsteine mit krebserregenden Bestandteilen verbaut worden sein. Auch eine Firma aus Wöllstein stand in der Kritik. Ein Gutachten entkräftet die Vorwürfe.

Nach Informationen des Hessischen Rundfunks sollen mehrere Ziegeleien in Deutschland mit Woolit kontaminierte Ziegelsteine hergestellt haben. Der Stoff Woolit gilt als gefährlich, er enthält krebserregende Fasern und giftige Schwermetalle. Das Material stammte von einer hessischen Firma namens Woolrec, die 2012 geschlossen wurde.

Woolrec soll alte, giftige Dämmstoffe zu künstlichen Mineralfasern recycelt haben. Diese wurden an Ziegeleien geliefert, unter anderem auch an das Unternehmen JUWÖ aus Wöllstein (Kreis Alzey-Worms).

JUWÖ-Ziegel laut Gutachten unbedenklich

Experten behaupten, die Fasern könnten beim Anbohren von Ziegelsteinen austreten. Dem widerspricht JUWÖ-Geschäftsführer Stefan Jungk. In den damals produzierten Ziegeln seien maximal ein bis zwei Prozent des Materials vorhanden, so Jungk. Untersuchungen hätten ergeben, dass alle Fasern mit dem Ton verschmolzen und damit unbedenklich seien. Zudem werden das Material seit 2012 nicht mehr verwendet. Jungk verwies auch auf ein Gutachten des Landesamts für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht (LUWAG). Darin heißt es: "Aufgrund der geringen Einsatzmenge bestand und besteht keine gesundheitliche Gefährdung für Verarbeiter und Bauherren".

Stand: 13.8.2015, 14.30 Uhr

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