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EU-Abgeordnete Birgit Collin-Langen "Wir dürfen uns nicht dem Terrorismus beugen"

Bei Explosionen, vermutlich Terroranschlägen, in Brüssel sind mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen. Europaabgeordnete und ehemalige Binger Bürgermeisterin Birgit Collin-Langen berichtet aus Brüssel.

Birgit Collin-Langen, im Hintergrund das EU-Parlamentsgebäude in Brüssel.

Birgit Collin-Langen (evp, CDU)

Birgit Collin-Langen befindet sich zurzeit in ihrem Büro im Europaparlament. Die Abgeordnete und ehemalige Bürgermeisterin von Bingen darf zurzeit das Gebäude nicht verlassen. Am Telefon erzählte sie, dass sie gegen acht Uhr morgens im Autoradio von den Anschlägen am Brüsseler Flughafen erfahren hat.

Auch in der U-Bahnstation Maelbeek im Europaviertel fand eine Explosion statt. "Die nutze ich auch immer, wenn ich ins Parlament fahre", sagt Collin-Langen. "Wir leben seit Monaten mit hoher Militärpräsenz und dem Wissen um die Gefahr. Aber mit den aktuellen Ereignissen hat das eine ganz andere Qualität." Sie habe viele SMS von Freunden und selbst von entfernten Bekannten bekommen, die wissen wollten, ob es ihr gut gehe.

Nicht verunsichern lassen

Birgit Collin-Langen versuche, so normal wie möglich weiter zu arbeiten. Sie wolle sich dem Terrorismus nicht beugen. "Der Terrorismus erreicht, was er erreichen will" sagt sie. "Er kommt mitten in die Gesellschaft." Davon dürfe man sich nicht verunsichern lassen.

Um zu sagen, wie es nun weitergehe, sei es zu früh. Fest stehe, sie werde morgen nicht wie geplant in den Urlaub fliegen und erst einmal abwarten, was passiert.

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