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Amtsgericht Idar-Oberstein "Das verschwundene Gold"

Ein Mann aus dem Kreis Bad Kreuznach muss sich wegen versuchten Betrugs in Millionenhöhe vor dem Amtsgericht Idar-Oberstein verantworten. Er soll Zertifikate für vermeintliches Goldgranulat gefälscht haben.

Arbeiten greifen in Sack mit Goldgranulat

Der Angeklagte soll Zertifikate für Goldgranulat gefälscht haben (Symbolbild)

Laut Anklage hatte der Mann in Idar-Oberstein ein Bankschließfach angemietet und dort angeblich 30 Kilogramm Goldgranulat deponiert.

Er hatte einen Anwalt mitgenommen, um am Schließfach Fotos der Beutel mit dem vermeintlichen Goldgranulat zu machen. Das sollte den hohen Wert bestätigen. Insgesamt sollen es sechs Beutel mit jeweils fünf Kilogramm Gold gewesen sein.

Schadenersatz von Bank gefordert

Auch die Versicherungssumme für das Schließfach soll er erhöht haben. Einige Monate später meldete der Angeklagte der Bank, sein Schließfach sei leer. Er forderte Schadenersatz in Höhe von einer Million Euro. Die Staatsanwaltschaft geht aber davon aus, dass die Zertifikate der Granulatbeutel gefälscht waren und wirft ihm versuchten Betrug vor. Vor allem, weil diese Schließfächer als eher sicher gelten. Zum Öffnen werden zwei Schlüssel benötigt. Einer bleibt bei der Bank, der andere beim Kunden.

Es droht Haftstrafe

Sollte der Mann schuldig gesprochen werden, droht ihm eine Haftstrafe. Da es in diesem Fall um sehr viel Geld geht und der Mann bereits wegen Betruges vorbestraft ist, wird diese Strafe vermutlich auch nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt.

Aktuell kostet ein Kilogramm 999er-Feingold 32044 Euro (Stand 14.01.2016). Bei einer angenommenen Goldmenge von 30 Kilogramm ergäbe sich also ein Marktwert von mehr als 961.000 Euro.

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