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Trauer in Wiebelsheim Große Spendenbereitschaft nach Familiendrama

Nach der Familientragödie Ende September in Wiebelsheim erhält die Ortsgemeinde viele Spenden für die hinterbliebenen Kinder. Deshalb hat sie jetzt ein Spendenkonto eingerichtet.

Der Ortseingang von Wiebelsheim mit Ortsschild

Erschütternde Tragödie in Wiebelsheim

Mit dem Geld soll die finanzielle Zukunft der drei Kinder im Alter von zwei bis 12 Jahren abgesichert werden. Wo sie künftig leben werden, ist noch unklar. Das muss noch das Jugendamt entscheiden. Zurzeit wohnen sie bei der Familie und einer Freundin der Getöteten. In dieser Woche soll in Wiebelsheim eine Trauerfeier für die Frau stattfinden - unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Nur Nachbarn, Freunde und Bekannte sollen daran teilnehmen.

Obduktionsergebnisse liegen vor

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft schoss der Ehemann seiner Frau mit einem Revolver in den Rücken. Die 42-Jährige erstickte und verblutete durch den Lungenschuss, so das Obduktionsergebnis. Anschließend nahm sich ihr Ehemann in seinem Auto ebenfalls durch einen Schuss selbst das Leben. Als Motiv nimmt die Staatsanwaltschaft Eheprobleme an. Die Frau wollte sich von ihrem Mann trennen, das habe er offenbar nicht verkraftet. Zwei der drei Kinder waren während der Tat bei den Großeltern in Hessen, das Jüngste bei Nachbarn.

Trauerarbeit in Wiebelsheim

Die Familientragödie macht die Menschen in Wiebelsheim fassungslos. Etwa 500 Menschen leben in dem Hunsrückort, in dem jeder jeden kennt. Der Mann betrieb eine gutgehende Weihnachtsbaumplantage. Seine Frau arbeitete als Tierärztin und hatte ihre Praxis im Keller des Familienhauses.

Grabkerzen, ein Abschiedsbrief und Blumen am Haus der Getöteten in Wiebelsheim

Trauernde haben Blumen und Kerzen vor dem Haus abgelegt.

Es geschah im Flur

Laut dem kommissarischen Ortsbürgermeister Michael Brennemann hatte eine Angestellte die Frau am Montag im Flur des gemeinsamen Hauses in Wiebelsheim gefunden. Zu diesem Zeitpunkt war die Frau bereits nicht mehr ansprechbar. Sie war gegen 18.00 Uhr offenbar von ihrem Ehemann angeschossen worden. Nachbarn hörten einen Schuss. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hatte im Zuge der Fahndung einen Teil des Hunsrückortes gesperrt.

Fahndung mit Hubschraubern

Bei der Fahndung nach dem Tatverdächtigen setzte die Polizei mehrere Hubschrauber ein. Beamte entdeckten schließlich den Wagen mit der Leiche des 46-Jährigen kurz vor 23.00 Uhr in einem Waldstück bei Wiebelsheim neben einem Hochsitz. Der Familienvater, der auch Jäger war, hat sich dort selbst das Leben genommen. Um alle drei Kinder des Paares im Alter zwischen zwei und zwölf Jahren kümmern sich inzwischen die Verwandten.


Spendenkonto:

DE 45 560 622 27 0000 25 00 93
Volksbank Rheinböllen
Kinderhilfe Familiendrama Wiebelsheim

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