Bitte warten...

Bewaffneter Überfall in Koblenz-Wallersheim Busfahrer vertreibt Räuber mit Geschrei

Schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage haben Unbekannte einen Busfahrer im Koblenzer Stadtteil Wallersheim überfallen. Dieses Mal konnte der betroffene Fahrer die Täter durch lautes Geschrei in die Flucht schlagen.

Eine Hand hält eine Pistole

Die Täter bedrohten den Busfahrer mit einer Pistole (Sujetbild)

Der Schock steckte dem Busfahrer am Morgen noch in den Knochen. Er habe die ganze Nacht nicht schlafen können, berichtete er im Gespräch mit dem SWR. Denn erst in der Nacht sei ihm klar geworden, dass der Überfall auch anders hätte ausgehen können.

Am Dienstagabend hatte der Mann mit seinem Bus an der Endhaltestelle in Wallersheim gehalten. Nachdem alle Fahrgäste ausgestiegen waren, seien zwei Männer in den Bus gestiegen und hätten eine Pistole auf ihn gerichtet, erinnert sich der Busfahrer. Sie forderten die Geldkasse aus dem Bus. Dann fing der Fahrer an, zu schreien. Er habe so etwas gerufen wie "haut einfach ab", erzählt er. Warum weiß er selbst nicht mehr, es sei wohl Instinkt gewesen. Und es funktionierte, denn die beiden Männer ergriffen die Flucht.

Fahndung bislang ohne Erfolg

Die Fahndung nach den Tätern verlief bislang erfolglos. Die Polizei bittet jetzt die Fahrgäste, sich zu melden, weil sie vielleicht irgendetwas beobachtet haben könnten. Die beiden Täter werden als junge Männer beschrieben, etwa zwischen 20 und 30 Jahre alt. Beide pressten sich eine weiße Maske mit schwarzen Flecken vor's Gesicht. Einer der beiden soll eine helle Hose getragen haben, möglicherweise eine Jogginghose, und eine dunkle Jacke.

Bereits zweiter Überfall in Wallersheim

Die Beschreibung passt exakt auf einen der beiden unbekannten Täter, die schon am Silvesterabend einen Busfahrer in Koblenz-Wallersheim überfallen hatten. Auch in diesem Fall wurde der Busfahrer mit einer Pistole bedroht. Ein Zeuge beobachtete den Überfall und verständigte die Polizei. Noch bevor die Beamten eintrafen, konnten die beiden Männer mit einem geringen dreistelligen Geldbetrag flüchten.

Aktuell in Rheinland-pfalz