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Kampagne für duale Ausbildung gestartet Azubis ... verzweifelt gesucht

Offene Lehrstellen bleiben oft unbesetzt. Der Wirtschaft in Rheinland-Pfalz fehlen Azubis. Nun versuchen die Industrie- und Handelskammern (IHK), die jungen Leute im Internet zu gewinnen.

Auszubildende an einer Werkbank.

Die Handelskammern suchen "Durchstarter" (Symboldbild)

In Blogs berichten Azubis, sogenannte Durchstarter, über ihren Ausbildungsalltag, eine Facebookseite dient als Plattform für Fragen zur Berufswahl. So wollen die Kammern für die duale Ausbildung mit der Verzahnung von Theorie und Praxis werben. Projektleiterin Sabine Mesletzky sprach von einer "Kommunikation auf Augenhöhe mit interessierten Jugendlichen". Die Kampagne nennt sich wie ihre Internetseite www.durchstarter.de.

"Bereits jetzt ist die Situation so, dass viele Betriebe zwar ausbilden wollen, aber offene Lehrstellen nicht mehr besetzen können", sagte der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Handelskammern in Rheinland-Pfalz, Arne Rössel, am Freitag in Mainz.

Bis 2030 fehlen laut IHK 60.000 Fachkräfte

Laut IHK-Fachkräftemonitor klafft in Rheinland-Pfalz bis 2030 eine Lücke von insgesamt etwa 60.000 Fachkräften, die meisten davon beruflich Qualifizierte. Einerseits sinken die Schülerzahlen, andererseits studiert mittlerweile mehr als die Hälfte der Schulabgänger. Zugleich erreicht die Quote der Studienabbrecher laut der IHK-Arbeitsgemeinschaft bundesweit schon 35 Prozent.

Duale Ausbildung für 350 Berufe

Der Trierer IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Glockauer sagte, Schülern sei die Vielfalt der dualen Ausbildung oft nicht bewusst: "Es gibt fast 350 Berufe." Um diese Kombination aus Theorie und Praxis werde Deutschland weltweit beneidet. Die duale Ausbildung verbindet die lernende Arbeit in einem Betrieb mit meist zwölf Wochenstunden in der Berufsschule.

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