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Prozess am Landgericht Kaiserslautern Raubmord mit Fragezeichen

Ein Raubmord in Kaiserslautern gibt Rätsel auf: Woher wusste der Täter von den wertvollen Münzen und Briefmarken? Gab es eine Verbindung zwischen Täter und Opfer? Der Angeklagte schweigt.

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1:31 min | Mo, 11.1.2016 | 16:00 Uhr | SWR Fernsehen RP

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Mordprozess in Kaiserslautern

Verhandlung vertagt

Seit Montag steht in Kaiserlautern ein Mann vor Gericht, weil er einen 83-jährigen Rentner bestohlen und getötet haben soll. Am ersten Prozesstag blieben noch viele Fragen offen.

Seit Montag verhandelt das Landgericht Kaiserslautern gegen den 45-jährigen Angeklagten. Ihm wird vorgeworfen, im Juni vergangenen Jahres einen 83-jährigen Mann in einem Mehrfamilienhaus in Kaiserslautern ausgeraubt und getötet zu haben. Er soll sich unter einem Vorwand Zugang zu der Wohnung verschafft haben. Der Täter fesselte den betagten Mann mit Handschellen und erstickte ihn mit einem Kissen. Er erbeutete wertvolle Münzen und Briefmarken.

Beutekoffer schon dabei

Zum Prozessauftakt ließ der Angeklagte über seinen Anwalt verkünden, dass er auch weiterhin zu der Tat schweigen werde. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich die beiden Männer gar nicht kannten. Der Angeklagte stammt aus Frankenthal. Es ist rätselhaft, wieso er sich in dem größeren Wohnblock in Kaiserslautern offenbar zielgerichtet die Wohnung des 83-Jährigen aussuchte, denn er brachte für die Beute extra einen Koffer mit.

Auf der Flucht vom Balkon gesprungen

Die Briefmarken und Münzen im Wert von mindestens 5.500 Euro konnte der Täter nicht lange behalten. Eine Nachbarin des Ermordeten hatte der Polizei gemeldet, dass sie verdächtige Geräusche in der Wohnung nebenan höre. Als die Beamten eintrafen, sprang der Täter von einem Balkon im zweiten Stock und verletzte sich so schwer, dass er nicht weiter fliehen konnte.

Offenbar hat der Angeklagte auch ein Drogenproblem, denn nach seiner Festnahme waren in seinem Blut Amphetamine und in Haarproben Kokainspuren festgestellt worden.

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