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Langzeitarbeitslose in Westpfalz Kopf frei für den neuen Job

Langzeitarbeitslose zu vermitteln, ist hartes Brot. Die Jobcenter in Kaiserslautern und Pirmasens gehen einen neuen Weg. Sie kümmern sich auch um die familiäre Situation - mit Erfolg.

Arbeitslose stehen Schlange

Schlangestehen für einen Job: Langzeitarbeitslose kennen das zur Genüge. (Symbolbild)

In dem landesweit einmaligen Modellprojekt kümmern sich Mitarbeiter der Job-Center zum Beispiel um die Kinderbetreuung oder um Nachhilfe bei schulischen Problemen des Nachwuchses. Die Langzeitarbeitslosen können sich damit stärker darauf konzentrieren, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Allein in Kaiserslautern kümmern sich fünf Job-Center-Mitarbeiter um die Familien.

Jobcenter Kaiserslautern

Das Jobcenter Kaiserslautern nimmt an dem Modellprojekt teil.

Bisher mehr als 200 Familien betreut

Die Intensiv-Betreuung funktioniert offenbar. Nach Angaben der Job-Center sind bislang mehr als 200 Familien und damit fast 800 Erwachsene und Kinder betreut worden. Der Leiter des Kaiserslauterer Job-Centers, Günter Andes, sagte, viele Langzeitarbeitslose hätten durch das Projekt eine feste Arbeit oder Ausbildungsplätze gefunden. Das sei auch Vorbild und Ansporn für deren Kinder, sich in Schule und Ausbildung zu bemühen.

Seit knapp zwei Jahren läuft das Modellprojekt bereits. Jetzt hat das rheinland-pfälzische Arbeits- und Sozialministerium verkündet, dass es das Projekt für weitere zwei Jahre finanziell unterstützen wird. Das Ministerium zahlt die Personalkosten - bisher 450.000 Euro.

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