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Brand in Bandidos Clubheim Ramstein-Miesenbach Staatsanwaltschaft geht von Brandstiftung aus

Nach dem Brand im Clubheim der Rockergruppe Bandidos in Ramstein-Miesenbach geht die Staatsanwaltschaft Zweibrücken von Brandstiftung aus.

Rauchschwaden ziehen aus dem Clubheim der Bandidos in Ramstein-Miesenbach, daneben ein Bild von drei Bikern in Bandidos-Kutten.

Das Clubheim der Bandidos in Ramstein-Miesenbach wurde bei dem Brand völlig zerstört (SWR-Collage).

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft deuten alle Hinweise darauf hin, dass der Brand in der Nacht vor Silvester gelegt worden ist. Das bestätigten unter anderem diverse Berichte von Augenzeugen. Außerdem seien rund um das Clubhaus Brandbeschleuniger gefunden worden. Augenzeugen hatten dem SWR bereits zuvor von gleißendem Licht und besonders hellen Flammen berichtet. Am Haus selbst hätten sie etwas Ähnliches wie Grill-Anzünder liegen sehen. Außerdem sprechen die Augenzeugen von Brand-Beschleunigern bzw. Petroleum und davon, dass die Gasleitung aufgedreht gewesen sei. Das ist allerdings nicht von offizieller Seite bestätigt.

Keine Hinweise auf Beteiligung der Hells Angels

Auch ob verfeindete Motorradclubs oder Rockergruppen – beispielsweise die Hells Angels - etwas mit dem Brand zu tun haben, ist nicht bewiesen. Es mache auch keinen Sinn zum aktuellen Zeitpunkt irgendjemanden zu beschuldigen, sagte ein Polizeisprecher.

Stadt wollte Gebäude für Sozialwohnungen nutzen

Das Gebäude, in dem sich das Clubhaus der Bandidos befand, sollte vom Besitzer demnächst an die Stadt verpachtet werden. Nach SWR-Informationen wollte die Stadt in dem Gebäude Sozialwohnungen einrichten. Es heißt, es habe Gespräche gegeben, ob das Gebäude oder Teile des Gebäudes vermietet werden. Das Haus ist im jetzigen Zustand allerdings nicht bewohnbar. Die untere Etage ist komplett zerstört. Wie hoch der Schaden ist, steht noch nicht fest. Noch darf kein Gutachter in das Haus, da es wegen der Ermittlungen noch abgesperrt ist.

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