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Hangrutsch bei St. Goar Aufräumen nach Felssturz

Experten sichern derzeit den abgerutschten Hang bei St. Goar. Außerdem sind die Aufräumarbeiten auf der B9 im vollen Gang. Autofahrer müssen sich aber weiter auf Behinderungen einstellen.

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1:06 min | Mo, 11.1.2016 | 19:30 Uhr | SWR Fernsehen RP

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Nach Hangrutsch bei Sankt Goar

Landesbetrieb sichert Hang

Nach dem Abrutsch eines Hangs bei Sank Goar hat der Landesbetrieb Mobilität am Montag damit begonnen, die Stelle zu sichern. So lange bleibt allerdings weiterhin die B9 gesperrt.

Schon in Höhe des Stadtausgangs von St. Goar blinken gelbe Warnlichter. Außerdem ist rot-weißes Flatterband quer über die Straße gespannt. Wer hier vorbei will, muss entweder zu Fuß gehen oder mit dem Auto auf die A61 ausweichen.

Fangzaun ist zerstört

Am Freitagnachmittag hatten sich teils meterdicke Brocken aus dem Steilhang bei St. Goar gelöst. Geologen untersuchen den Geröllhang jetzt intensiv. Der Felssturz sei ein Naturereignis als Folge klimatischer und geologischer Ursachen, sagt Geologe Uwe Schröder. Der Fangzaun sei völlig zerstört worden. Trotzdem habe er noch große Massen an Geröll abgehalten, aber nicht alle, die abgestürzt sind. Außerdem müssten weitere Felsmassen am oberen Teil des Hanges gesichert und geräumt werden.

Auch von der Straße aus bietet sich ein beunruhigendes Bild: In der Stützmauer klafft ein großes Loch, der Fangzaun ist aus der Verankerung gerissen und hält gerade noch so weitere dickere Felsbrocken auf.

Kaputter Fangzaun an Felskante

Der Fangzaun wurde völlig zerstört

Die Mitarbeiter des Landesbetriebs Mobilität räumen die B9 auf. Auf die Straße wird meterdick Sand gestreut, damit herabfallende Brocken den teuren Asphalt nicht zerstören

B9 bleibt gesperrt

Wahrscheinlich wird der Verkehr noch bis Donnerstag von Koblenz auf die A61 umgeleitet. Autofahrer aus Süden sollten in Oberwesel abfahren und von dort aus über die A61 die Unfallstelle umfahren.

Glücklicherweise war am Freitag niemand verletzt worden, als der felsige Hang auf die Bundesstraße abrutschte. Es wurden auch keine Häuser beschädigt, da die Unglücksstelle außerhalb von St. Goar liegt. Spezialisten der Deutschen Bahn prüften, ob auch die Oberleitung in der Nähe des Bankecktunnels beschädigt worden ist, fanden offenbar aber keine Schäden. Der Zugverkehr lief weiter.

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