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Günther Netzer und die WM-Affäre Gericht bestätigt Klage gegen Zwanziger

Der Streit um eine angebliche Aussage von Günther Netzer zur Fußball-WM-Vergabe 2006 geht in eine neue Runde: Das Landgericht Köln hat den Eingang der Klage von Netzer gegen den früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger bestätigt.

DFB-Präsident Theo Zwanziger (l) und Fußball-Idol Günter Netzer

DFB-Präsident Theo Zwanziger (l) und Fußball-Idol Günter Netzer

"Es liegt vor, das Verfahren ist hier anhängig, und hier würde auch verhandelt werden, sollte es dazu kommen", sagte Gerichtssprecher Achim Hengstenberg am Mittwoch. Weitere Auskünfte zum Inhalt der Klage seien derzeit nicht möglich.

Die beiden Fußball-Größen streiten über eine angebliche, sehr brisante Aussage Netzers im Zuge der Affäre um die Fußball-WM 2006. Zwanziger hatte dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" gesagt, Netzer habe bei einem persönlichen Treffen in Zürich 2012 berichtet, die vier asiatischen Stimmen für die WM-Vergabe im Jahr 2000 seien gekauft worden.

Netzer bestreitet brisante Aussage

Netzer bestreitet vehement, dies auch nur im Ansatz gesagt zu haben. Er verweist auf die Anwesenheit seiner Gattin Elvira, die bezeugen könne, dass Zwanziger lüge. Netzer, im achtköpfigen Aufsichtsrat des WM-Organisationskomitees, ließ Zwanziger, OK-Vizepräsident für Recht, Finanzen und Personal ab 2003, über seinen Anwalt eine Abmahnung und Unterlassungserklärung zukommen. Doch diese unterschrieb der Jurist aus Altendiez nicht. Daraufhin reichte Netzer die Klage ein.

Zwanziger, bis 2012 Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hatte schon auf die Ankündigung kampfeslustig reagiert. "20 Minuten war seine Frau vielleicht dabei, das Gespräch ging aber etwa eine Stunde lang. Das haben viele Leute gesehen. Netzer geht ein hohes Risiko", sagte Zwanziger. Elvira Netzer solle seinetwegen "ruhig den Meineid schwören. Ich sehe das ganz gelassen."

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