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Glatte Straßen in Rheinland-Pfalz Es bleibt winterlich

Der Winter hat Rheinland-Pfalz fest im Griff. Schnee und Glätte sorgten am Dienstag für massive Behinderungen auf den Straßen. Der Mittwoch verlief bislang ruhig, doch die nächste Schneefront ist im Anmarsch.

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2:40 min | Di, 10.1.2017 | 19:30 Uhr | SWR Fernsehen RP

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Winter in Rheinland-Pfalz

Schnee sorgt für Chaos auf den Straßen

Viele Pendler hat der Schnee am Dienstagmorgen kalt erwischt: Viele Kinder kamen zu spät oder gar nicht in die Schule, auf den Straßen in Rheinland-Pfalz kam es zu etlichen Unfällen mit Blechschäden.

Bis Donnerstag wird es zwar ein bisschen wärmer, danach müssen sich Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer aber wieder auf glatte Straßen einstellen. Bereits in der Nacht zum Freitag sinke die Schneefallgrenze wieder und es könne bei Minusgraden glatt werden, teilte der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch in Offenbach mit. Für den Freitag erwarten die Meteorologen eine Mischung aus Regen-, Schnee- und Graupelschauern bei Temperaturen bis zu fünf Grad.

Während Schnee und Glätte den Verkehr am Dienstag in Rheinland-Pfalz noch kräftig ausgebremst hatten, kam es in der Nacht zum Mittwoch nach Polizeiangaben nur vereinzelt zu witterungsbedingten Unfällen.

Über 100 Unfälle am Dienstag

Landesweit passierten weit über 100 Unfälle. Glücklicherweise blieb es meist bei Blechschäden. Alle 570 Räum- und Streufahrzeuge im Land waren im Einsatz, um Schlimmeres zu verhindern. Insgesamt bis zu 13.000 Tonnen Streusalz wurden nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität verbraucht. Vor allem in den Mittelgebirgen von Westerwald, Hunsrück, Eifel und Pfälzerwald muss weiter damit gerechnet werden, dass Nebenstrecken nicht geräumt sind.

Nach Angaben eines Busanbieters fuhren zeitweise im gesamten Donnersbergkreis keine Busse mehr. Ab dem frühen Nachmittag waren sie wieder unterwegs. Auf der B48 in Richtung Winnweiler geriet am frühen Morgen ein Auto auf die Gegenfahrbahn und stieß mit einem entgegenkommenden Lkw zusammen - der Lkw überfuhr die Schutzplanke, drehte sich um 180 Grad und kam im angrenzenden Feld auf der Seite zum Stillstand. Beide Fahrer wurden leicht verletzt. Den Sachschaden schätzte die Polizei auf rund 30.000 Euro.

Mainzelbahn springt aus den Schienen

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Auf der Strecke der Mainzelbahn ging am Morgen nichts mehr, der Schnee soll aber nicht Schuld gewesen sein.

In Rheinhessen meldete die Polizei rund 70 witterungsbedingte Unfälle. Im Berufsverkehr waren die Autobahnen 60 und 63 am stärksten betroffen. Zwischen Saulheim und Wörrstadt in Richtung Süden gab es innerhalb einer halben Stunde gleich drei Unfälle. Auf der A60 rutschten laut Polizei Autos von der Fahrbahn in den Graben. Wegen der kilometerlangen Staus auf dem Mainzer Ring versuchten viele Autofahrer durch die Stadt Mainz abzukürzen, deshalb kam es auch dort zu langen Staus.

Im Mainzer Stadtteil Bretzenheim sprang ein Rad der Mainzelbahn in einer Weiche von den Schienen. Die Strecke war zeitweise blockiert. Ein Bus-Ersatzverkehr wurde eingerichtet. Nach Angaben der Mainzer Verkehrsgesellschaft konnte die Bahn wieder auf die Schiene gehoben werden. Sie wird nun untersucht.

In der Pfalz war vor allem die Region Kaiserslautern betroffen. Allein in der Westpfalz registrierten die Dienststellen der Polizei bis Dienstagmittag insgesamt 66 Zusammenstöße. Es entstand ein Schaden von mehr als 170.000 Euro. Drei Personen wurden leicht verletzt. Im Raum Ludwigshafen zählte die Polizei seit Dienstagmorgen 74 Unfälle. Dabei wurden fünf Menschen verletzt, einer davon schwer.

Geschlossene Schneedecke in den Höhenlagen

Lastwagen steckt im Schnee fest

Ein Lastwagen im Westerwald musste freigeschaufelt werden

In den besonders vom Wintereinbruch betroffenen höheren Lagen stellten sich auf mehreren Straßen Fahrzeuge quer, so auf der B255 zwischen Rennerod und Montabaur. In Altenkirchen steckten vier Lkw fest und blockierten die B8. Auch zwischen Neuwied und Anhausen kamen mehrere Lkw nicht weiter.

Ähnlich sah es in der Region Trier aus, besonders in den Hochlagen von Eifel und Hunsrück. Nach Polizeiangaben gab es dort teilweise eine geschlossene Schneedecke von mehreren Zentimetern. Es ereigneten sich einige kleinere Unfälle, auch auf der A1 in Richtung Saarbrücken. Die Hunsrückhöhenstraße B327 war bei Morbach wegen eines querstehenden Lkw stundenlang gesperrt. Mit einem Kranwagen musste er wieder in die Spur gehoben werden.

Laster steckten an Autobahn-Abfahrten fest

Zwar waren laut Polizei die meisten Autobahnen im Land gut befahrbar - auf der A3 steckten allerdings etliche Laster an den Abfahrten fest, sodass sich auf der rechten Spur teils lange Staus bildeten.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes fielen in der Nacht zum Dienstag und am Morgen bei Selters (Westerwaldkreis) acht Zentimeter Neuschnee. In der Eifel waren es vier Zentimeter. Den Rekord hatte am Morgen Lingerhahn (Rhein-Hunsrück-Kreis) zu verzeichnen. Hier lagen insgesamt 13 Zentimeter Schnee.

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