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Landesgartenschaugelände Landau Blindgänger unter Beobachtung

Die neu entdeckte Fliegerbombe in Landau wird rund um die Uhr bewacht. Wann sie entschärft wird, steht noch nicht fest.

Bagger auf Baustellengelände in Landau

Die Stadt lässt das ehemalige Kasernengelände auch in tieferen Schichten untersuchen

Nach Angaben der Stadt besteht für die Bevölkerung keine Gefahr. Die Bombe sei derzeit mit Erde bedeckt und werde bis zu ihrer Entschärfung abgesichert. Die Stadt möchte die Bombe am liebsten erst dann entschärfen, wenn Experten das rund drei Hektar große künftige Wohngebiet nach weiteren Bomben abgesucht haben - weil die Evakuierung sehr aufwendig ist und aus Rücksicht auf die Anwohner. Falls es noch mehr Blindgänger gebe, könnte der Kampfmittelräumdienst gleich alle auf einmal entschärfen.

Entscheidung in dieser Woche

Ob das gesamte Gelände bis zur Entschärfung tatsächlich durchsucht werden kann, hängt laut eines Sprechers der Stadt auch vom Wetter ab. Bei Bodenfrost könnten sich die Arbeiten um Wochen verzögern. Die Stadt will im Laufe dieser Woche über das weitere Vorgehen entscheiden.

Gartenschaubesucher spazierten über Weltkriegsüberbleibsel

Bauarbeiter haben den 250-Kilo-Blindgänger drei Monate nach Ende der Landesgartenschau entdeckt. Die Weltkriegsbombe liegt in der Nähe der sogenannten Panzerhalle auf dem Gartenschaugelände. Laut Stadt sei aber auch während der Gartenschau von dem Blindgänger keine Gefahr ausgegangen, weil die Bombe tief genug im Erdreich lag. Sie wurde in der vergangenen Woche zufällig bei Sondierungsarbeiten in tieferen Erdschichten gefunden.

Bombe wird mit einem Kran aus einer Grube gehoben, Landau 28.06.2013.

Auch dieses Exemplar wurde in Landau gefunden - und entschärft

Schon der zehnte Fund

Die Gartenschaubetreiber hatten schon in der Vergangenheit Probleme mit dem explosiven historischen Erbe Landaus. Der nun gefundene Blindgänger ist der zehnte auf dem Gelände. 2013 musste der Beginn der Schau deshalb schon um ein Jahr verschoben werden, damit das Erdreich nach Sprengstoff abgesucht werden konnte. Warum der jetzige Fund damals noch nicht entdeckt wurde, liegt nach Angaben eines Sprechers der Stadt an der Suchtiefe. Damals habe man nur die oberen Erdflächen abgesucht, um das Gartenschaugelände nicht zu sehr in Mitleidenschaft zu ziehen.

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