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Flüchtlingsunterkunft am Stegskopf Streit um angeblich mangelhaftes Essen

Rund um die Flüchtlingsunterkunft Stegskopf im Westerwald ist es zu einem heftigen öffentlichen Streit über angeblich mangelhaftes Essen gekommen. Sogar von einem Ärztestreik war die Rede.

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2:13 min | Mi, 3.2.2016 | 18:00 Uhr | SWR Fernsehen RP

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Mangelhaftes Essen in AfA auf dem Stegskopf?

Heiß, frisch und ordentliche Portionen

Ein Artikel der Rhein-Zeitung hat für Aufregung gesorgt: Darin geht es um das angeblich mangelhafte Essen für Flüchtlinge auf dem Stegskopf. Davon aufgeschreckt haben ADD und Vertreter des Landes die Vorwürfe scharf zurückgewiesen.

Zu wenig und zu schlechtes Essen sei nicht das richtige für kranke Menschen, hieß es zunächst aus der Ärzteschaft der Flüchtlingsunterkunft am Stegskopf im Westerwald. Deshalb gab es am Mittwoch ein Pressegespräch mit den Verantwortlichen der Unterkunft, auch die Ärzte und das Rote Kreuz waren mit dabei.

Die Verantwortlichen wiesen die Vorwürfe scharf zurück. Die Ernährung sei ausreichend und abwechslungsreich. Bei der Kritik handele es sich um die Einzelmeinung des bisherigen Leiters des dortigen Medizinerteams, Josef Brendebach. Auch der Obmann der Ärzteschaft im Kreis Altenkirchen hat die Äußerungen Brendebachs heftig kritisiert.

Leiter des Medizinerteams zieht sich zurück

Der 74-jährige Brendebach hat wegen der angeblich untragbaren Verpflegung mit einem Ärztestreik gedroht, um die Öffentlichkeit aufzurütteln. Zu diesem Streik wird es nach derzeitigem Stand nicht kommen.

Menschen stehen in der Flüchtlingsunterkunft Stegskopf an der Essensausgabe. Im Hintergrund kontrolliert die Polizei mehrere Personen.

Das Essen in der Flüchtlingsunterkunft war ein Streitpunkt

Der Arzt habe sich inzwischen von seiner Arbeit in der Flüchtlingsunterkunft zurückgezogen. Brendebach selbst wollte sich zu dieser Angelegenheit auch nicht mehr äußern. Derzeit arbeiten 25 Ärzte in der Einrichtung und sie werden nach SWR-Informationen auch weiterhin dort arbeiten.

Jetzt wird frisch gekocht

Vor allem der Caterer stand im Fokus der Vorwürfe. Es war von Gammel-Essen die Rede. Das hat der Caterer stark zurückgewiesen. Er werde regelmäßig kontrolliert und bisher habe es keine Beanstandungen gegeben. Seit zwei Wochen werde nun frisch gekocht.

Bei dem Pressegespräch wurde auch bekannt, dass die medizinische Versorgung noch ausgeweitet werden soll. Es wird mehr Sprechstunden geben auch an den Wochenenden und bis 22.00 Uhr. Medikamente sollen auch in der Nacht ausgegeben werden. Zudem ist geplant, dass ein Gynäkologe in der Unterkunft Sprechstunden abhält.

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