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Flüchtlinge im Westerwald Bei Fragen helfen Antworten

Seit am Stegskopf über 1.000 Flüchtlinge untergebracht sind, sprudeln im Westerwald die Gerüchte. Flüchtlingshelfer wollten bei einer Veranstaltung mit Vorurteilen aufräumen.

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2:04 min | Mo, 18.1.2016 | 19:30 Uhr | SWR Fernsehen RP

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Flüchtlinge im Westerwald

Angespannte Stimmung in Bad Marienberg

Auf dem Stegskopf, dem ehemaligen Truppen-Übungsplatz bei Daaden, leben seit einiger Zeit Flüchtlinge. Die Einwohner der Gegend beobachten das mit gemischten Gefühlen.

Die Sitzplätze reichten nicht aus am Montagabend im Europahaus in Bad Marienberg. Eingeladen hatte das Wäller Bündnis - ein Zusammenschluss von Flüchtlingshelfern in der Region. Bei Facebook hatten die Veranstalter Bürger dazu aufgerufen, sich sachlich zu informieren. Der Flüchtlingskoordinator des Landes Rheinland-Pfalz war anwesend, ebenso wie der Landrat des Westerwaldkreises, Achim Schwickert (CDU). Ihr Ziel: Gerüchte aufklären.

In Bad Marienberg kursiert, dass Flüchtlinge in Supermärkten stehlen würden - auch die Kriminalität im Westerwaldkreis insgesamt sei durch die Flüchtlinge angestiegen. Diese Ängste suchte das Wäller Bündnis am Montagabend zu zerstreuen. Neben einem Einzelhandelsvertreter aus Bad Marienberg, der zur Situation in den Supermärkten Rede und Antwort stand, war auch der zuständige Leiter der Polizeiinspektion dabei. Aus der Polizeistatistik lässt sich nach SWR-Informationen bisher keine Zunahme der Kriminalität durch Flüchtlinge ablesen.

Im Vorfeld der Veranstaltung am Montagabend hatte der Daadener Ortsbürgermeister Walter Strunk (SPD), in dessen Gemeinde die Flüchtlingsunterkunft für 1.000 Menschen liegt, Transparenz gefordert. Es sei wichtig, Gerüchte zu zerstreuen. Die Bürger sollten nicht das Gefühl haben, dass die Behörden etwas verheimlichten.

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