Bitte warten...

Analyse Vertreter kleiner Parteien konnten punkten

Es waren vor allem die Vertreter von FDP und Linken, die sich überraschend gut präsentiert haben, fanden die eingeladenen Experten und Journalisten.

Um das Video abspielen zu können, benötigen Sie Javascript. Bitte aktivieren Sie dies in Ihrem Browser.

FAZ-Journalist Timo Frasch und Politikwissenschaftler Jürgen Falter von der Uni Mainz zeigten sich beeindruckt von der sprachlichen Eloquenz von Linken-Kandidat Bülow. Auch FDP-Mann Wissing sei frisch aufgetreten, fand Frasch. Falter sah die Rolle von Wissing als die des rationalen Pragmatikers, stellte aber fest: "Er ist kein Spitzencharismatiker".

Susanne Höll von der Süddeutschen Zeitung konnte im Nachhinein die Entscheidung von Ministerpräsidentin Dreyer nicht nachvollziehen, an der Sendung nicht teilgenommen zu haben. Sie verstehe nicht, wie man ein solches Forum als Podium für die AfD begreifen könne: "Vor solchen Diskussionen muss man sich überhaupt nicht fürchten."

Kommunikationswissenschaftler Gregor Daschmann fand die Rolle von Julia Klöckner bemerkenswert. Ihr sei es vor allem darum gegangen "sympathisch und emotional rüberzukommen". Klöckner habe versucht, sich als "sympathische Landesmutter" zu präsentieren. Journalistin Höll fand, dass das Klöckner erst in der zweiten Hälfte der Sendung auch überzeugend gelungen sei.

Kritik übte Daschmann am Auftritt von AfD-Mann Junge: "Er bringt permanent Standpunkte, aber keine Argumente." Stattdessen habe er versucht, sich in der Opferrolle zu präsentieren. Das sei rhetorisch ein "Tanz auf dem Drahtseil". Er hoffe aber, dass die Zuschauer das durchschaut hätten.

Dass sich Junge in der Sendung von fremdenfeindlichen und rassistischen Aussagen anderer AfD-Politiker distanziert hatte, fand SWR Chefreporter und Rechtsextremismus-Experte Thomas Leif wenig glaubhaft. Der AfD-Chef wisse, dass solche radikalen Aussagen der Partei Wählerstimmen bringen würden.

Aktuell in Rheinland-pfalz