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Ein Unfalltoter, Brände und Prügeleien Gemischte Bilanz der Silvesternacht

Zum Jahreswechsel haben Brände und Schlägereien die Einsatzkräfte im Land auf Trab gehalten. Während es sich meist um kleinere Zwischenfälle handelte, ereignete sich in der Pfalz ein schwerer Unfall.

Müllmänner entsorgen den Dreck, der sich in der Silvesternacht auf der Kupferbergterrasse in Mainz angesammelt hat.

Nach der Party folgt das Aufräumen: Mitarbeiter der Mainzer Stadtreinigung beseitigen den Silvester-Müll

Ein 79-Jähriger Autofahrer verunglückte auf der B9 bei Jockgrim tödlich. Ein Lkw war bei extrem dichtem Nebel auf einen querstehenden Wagen geprallt. Dieser wurde gegen die Leitplanke geschleudert und der 79-jährige Fahrer dabei getötet. Zum Zeitpunkt des Unfalls konnte man wegen dichten Nebels teilweise nur zehn Meter weit sehen. Warum der Pkw des Unfallopfers quer auf der Bundesstraße stand, ist bisher nicht bekannt.

Vor einem Unfall bewahrt wurde womöglich ein Vater-Sohn-Duo aus dem Kreis Bad Dürkheim. Laut Polizei stoppten Beamte am frühen Neujahrsmorgen auf einer Bundesstraße bei Speyer zwei hintereinanderfahrende Autos, die durch ihre schlingernde Fahrweise auffielen. Bei den Kontrollen kam heraus, dass es sich bei den Fahrern um Vater und Sohn handelte - und dass beide deutlich zu viel getrunken hatten.

Etliche Brände und falscher Alarm

In Landau in der Pfalz geriet um kurz nach Mitternacht der Dachstuhl eines Wohnhauses in Brand. Nach erstem Kenntnisstand war das Feuer durch eine verirrte Silvesterrakete ausgebrochen. Die Hausbewohner konnten sich retten. In Kaiserslautern brannte ein Balkon, in Mainz gerieten ein Baum, ein Kleidercontainer, eine Straßenlaterne und mehrere Mülleimer in Brand. Lediglich falscher Alarm war glücklicherweise der Feueralarm am Mainzer Hauptbahnhof gegen Mitternacht. Er war durch abbrennende Feuerwerkskörper ausgelöst worden.

Auch in Bechtolsheim im Kreis Alzey fing der Dachstuhl eines Wohnhauses Feuer - Ursache war eine Silvesterrakete. In Reifenberg im Kreis Südwestpfalz geriet ein Heuschober durch einen Feuerwerkskörper in Brand und wurde völlig zerstört. Der Schaden beträgt rund 300.000 Euro.

Prügeleien und Pfefferspray

Auch zu Körperverletzungen kam es in der Nacht immer wieder. In Kaiserslautern griff ein Mann seinen Arbeitskollegen mit einem Messer an. Dieser konnte sich aber mit Hilfe einer Eisenstange wehren. In Trier sprühte ein Unbekannter aus einer Menschenmenge heraus ohne ersichtlichen Grund mit Pfefferspray. Drei Personen mussten mit Reizungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Gegen 3.30 Uhr wurde in Trier ein 22-Jähriger von zwei Unbekannten zusammengeschlagen, eine andere Person wurde von einer Flasche am Kopf verletzt. In Koblenz wurde ein 29-Jähriger von einem Mann mit Messer attackiert und erlitt eine Schnittverletzung an der Hand. Der Täter war Teil eines Trios, das zwei Familien angepöbelt hatte, die ihre Silvesterraketen zündeten. Außerdem gerieten auch in der Schängelstadt mehrere Mülltonnen in Brand.

Alkoholisierte Autofahrer

Auf den Straßen von Trier waren außerdem viele Menschen mit zu viel Alkohol im Blut unterwegs - unter anderem ein 18-jähriger Fahranfänger, der eine rote Ampel überfuhr und eine 25-jährige Fußgängerin anfuhr. Sie wurde nur leicht verletzt.

Vor der Feuerwache in der Mainzer Neustadt spielten sich zwei kleinere menschliche Dramen ab: Gegen zwei Uhr lief dort eine verwirrte und orientierungslose junge Frau auf und ab, die stark unterkühlt war, aber glücklicherweise später in der Nacht von ihrer Mutter abgeholt wurde. Nur eine halbe Stunde später brach ein junger Syrer vor der Wache bewusstlos zusammen. Auch er war stark unterkühlt und wurde sofort ins Krankenhaus gebracht.

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